„Phubbing“ oder: Warum die Smartphone-Manie den Menschen um drei Evolutionsschritte zurückwirft

Smartphone-Nutzer haben keine Kontaktprobleme. Wenn sie sich in ihrer typisch gebeugten Gangart durch den öffentlichen Raum bewegen, dabei auf ihr Display starren, bekommen sie regelmäßig Vollkontakt mit Schilder- Laternen- und Ampelmasten. Derartige Kollisionen mit der Realität sind nur ein kurzer schmerzhafter Wachmacher, bald darauf nehmen sie wieder ihre geduckte weltabgewandte Körperhaltung ein, tauchen erneut ab in ihre virtuelle Koma-Welt und ignorieren die Menschen in ihrer räumlichen Umgebung. Der Gebrauch des modernen High-End-Mobiltelefons hat bei vielen längst ein Ausmaß weit jenseits dessen, was ich noch halbwegs als sinnvoll erachte. Das betrifft vor allem die jüngere Generation.

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Allein in Komastadt

Science Fiction (?)

Zweimal falsch abgebogen, dann die Orientierung verloren, schließlich hoffnungslos verlaufen. Ich, allein, fern von zu Hause, wo mein vergessenes Handy lag. Ich, der die Beschaulichkeit ländlicher Idylle liebte, in der fremden hektischen Großstadt, mitten auf einem riesigen Platz, der vermutlich das Zentrum darstellte. Das sollte kein Problem sein, da waren ja so viele Menschen, die ich nach dem Weg fragen konnte. Hilfesuchend sah ich mich um. Die nette junge Dame dort könnte ich fragen. Als ich mich näherte, um mich von ihr auf den richtigen Pfad leiten zu lassen, sah ich dass sie durch ihre Ohrhörer akustisch von ihrer Umwelt entkoppelt war. Ich wechselte die Richtung, blickte mich um. „Der junge Mann, der da drüben bequem auf der Bank im Schatten eines Hagebuttenbeerbaumes herumlümmelte, könnte mir vielleicht den Weg weisen“ dachte ich.

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Das „Handy“ ist deutlich überbewertet

Das Handy ist das Vielzwecktaschenmesser des 21.Jahrhunderts. Von den Vertreibern wird es als eierlegende Wollmilchsau angepriesen. Man kann fast alles damit machen, nur nichts richtig gut, außer telefonieren. Allein das Wort „Handy“ da kriege ich so’n Hals! Wieder so ein Produkt der angelsächsischen Sprachvergewaltigung. Das heißt Cellphone oder Mobilephone, ihr Marketing-Hirngebläse! Und auf Deutsch: Digitaler mobiler Fernsprechapparat. Für die Sprechfaulen: DMFA.

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Die Lösung für die Empfangsprobleme beim IPhone4

 

Bedingt durch Antennenprobleme gibt es beim neuen Iphone4 von Apple Empfangsschwierigkeiten. Ich habe ohnehin nie verstanden, warum die Hersteller (war Nokia der Erste?) irgendwann damit anfingen die Antenne komplett im Gehäuse des Mobiltelefons zu integrieren, denn für die optimale Abstrahlung der Hochfrequenz ist das suboptimal. Anscheinend ist Look & Feel wichtiger als sinnvolle Technik. So musste man bauartbedingte ungünstige physikalische Eigenschaften mit höherer Sendeleistung kompensieren. Beim Iphone4 scheint nicht mal das richtig zu funktionieren und damit bin ich beim Punkt:
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Soziale Kälte auf dem Arbeitsmarkt – Fristlose Kündigung wegen „Stromklau“

Während Wissenschaftler über die globale Erderwärmung referieren, ist die soziale Kälte immer spürbarer. Besonders auf dem Arbeitsmarkt weht ein eisiger Wind. Gestern erfuhr ich aus dem Radio, dass einem Oberhausener Arbeitnehmer fristlos gekündigt wurde, weil er sein Mobiltelefon am Arbeitsplatz aufgeladen hat. Ein Fachingeneur errechnete, welche Stromkosten pro Aufladung anfallen: Gigantische 0,014 Cent! Das erinnert an die Kassiererin, die wegen angeblichen Diebstahls zweier Leergutbons, die einen Gegenwert von 1,30 Euro haben, gefeuert wurde oder an den Fall, wo ein Mitarbeiter eines Entsorgungsunternehmens, der bereits wegen des Diebstahls von Toilettenpapier abgemahnt worden war, dann schließlich entlassen wurde, weil er ein Kinderreisebett, welches bereits in einem Container entsorgt wurde, „gestohlen“ hatte.

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„Elektrosmog“ und Einbildung

Schon die Bezeichnung „Elektrosmog“ ist ein Kakophemismus, der die negative Wertung bereits im Wort enthält. Technisch gesehen ist dieser Begriff ziemlich vage, wenn nicht gar unrichtig. Die Silbe smog setzt sich aus den engl. Vokabeln smoke und fog zusammen, zu deutsch Rauch und Nebel. Diese Wortschöpfung soll die unverträgliche Wirkung von Funkwellen auf Mensch und Natur, analog zum sichtbaren smoke, ausdrücken. Doch was hat es damit wirklich auf sich?

Ich habe keine Angst vor „Elektrosmog“!

strahlungZu Zeiten als aktiver Funkamateur habe ich regelmäßig freiwillig mit elektromagnetischen Wellen unterschiedlicher Frequenzen und Strahlungsleistungen teilweise bis in den Kilowattbereich gearbeitet, erfreue mich dennoch bester Gesundheit. Trotzdem sollte man sich nicht dauerhaft extrem leistungsstarker hochfrequenter Strahlung aussetzten. Jeder mit Verstand weiß, dass man nach dem Gassigehen im Regen, den Zwergpudel nicht in der Mikrowelle trocknet oder dass man seine Rübe nicht in eine Radarantenne hält,…
Es geht auch mehr um die kleinen, nicht abgeschirmten, Sender, die uns im alltäglichen Leben bestrahlen und der gesundheitsschädlichen Beeinträchtigung verdächtigt werden, aber durch Studien eher entlastet werden, denn: Weiterlesen

Nie wieder Nokia

(last update: 18.01.2007)

2300 Mitarbeiter werden in Bochum nun Opfer einer „globalen Strategie“, denn das dortige Nokia-Werk wird bis mitte des Jahres geschlossen. Anderorts kann man Arbeitnehmer schliesslich zu Billiglohnkonditionen ausbeuten. Die Vorstandsebene des finnischen Mobilfunkherstellers nennt das „Wettbewerbsfähigkeit“. Für 2300 Menschen gleichbedeutend mit dem Verlust ihrer Existenzgrundlage. Viel Geld verdienen möchte Nokia in Deutschland natürlich weiterhin, aber nicht in deutsche Arbeitsplätze investieren.
Beim nächsten Erwerb eines Mobiltelefons, scheidet für mich eine Firma zukünftig aus: Nokia
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Logo von Rolf Spiess

Was ich von Global Player halte, habe ich hier schon erwähnt.

Besonders tiefgründig und ausführlich hat sich Nova Express mit dieser Thematik auseinandergesetzt. Leseempfehlung!: