Afrikaner und Klischees

Es herrschen reichlich Klischees über Afrikaner. „Afrikaner telefonieren immer laut“ „Afrikaner kommen immer zu spät“ „Afrikaner sind faul“ „Afrikaner haben lange…“ 😉
Auf Afrikareise erzählte der Fahrer unseres Safari-Kleinbusses, während er auf die weiten Plantagen deutete: „Hier bei uns in Afrika arbeiten nur die Frauen, die Männer machen den ganzen Tag Haleluja!“ Tatsächlich waren auf den Feldern nur schwer arbeitende Frauen zu sehen. Sein schelmisches Grinsen verriet mir, dass er das nicht ganz so ernst meinte 😉 aber so verbreiten sich Stereotypen.
Das Duo „Foulaa System“ macht sich darüber lustig, durch ironische Übersteigerung dieser Vorurteile. Ich finde die beiden saukomisch, eine absolute Lachbombe 🙂 Hier sind sie im Interview bei Funkhaus Europa: Foulaa System: Afropop-Comedy aus Berlin

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Finanzkrise: Das ist nicht der Markt

Die pseudoreligiösen Verehrer der unsichtbaren Hand des Marktes bleiben in ihrem Glauben unerschütterlich, obwohl ihr Weltbild kurz vor dem Einsturz ist. Die Geldanbeter sind den Kreatonisten ähnlicher als sie es selbst wahrhaben wollen. Sie fahren argumentativen Schlingerkurs, winden sich wie die Aale, eiern herum. Für soviel Herumeierei verdient der Liberale Jürgen Koppelin das faule Ei des Monats Oktober! O.K. wir haben erst den 8., aber das ist nicht mehr zu toppen:
Interview-Ausschnitt mit dem Haushaltsexperten der FDP-Bundestagsfraktion beim Berliner Radiosender Radio Eins:

Moderator: Die FDP hat jahrelang immer wieder argumentiert, man solle dem Markt vertrauen und sich nicht einmischen. Jetzt haben wir gesehen, was dabei herauskommt. Ist die FDP, sind Sie jetzt schlauer?
Koppelin: Der Markt ist in Ordnung, das ist, liegt ja teilweise … überwiegend auch an den Managern. Das hat daran gelegen, das muss man ja auch offen sagen, dass die Krise ja in den USA begonnen hat. Wir wollen ja mal die Urheber nennen. Das ist in den USA gewesen, das große Problem, damals mit den Niedrigzinsen. Dann hat man unglaublich vielen Menschen billige Hypotheken angedreht, die sie anschließend nicht bezahlen konnten, und unsere Banken, unsere Manager der Banken, sind auf diese Geschichte, diese Geschäfte reingefallen.
Moderator: Das ist doch der Markt.
Koppelin: Das ist nicht der Markt, das ist das Verhalten der Manager. Wenn ich Treu und Glauben mache, oder wenn ich, wie ich fordere, sage, oder warum müssen unsere Bankmanager, das hat sich in den letzten Jahren so eingebürgert, müssen zum Jahresende noch Boni kriegen, nach Umsatz, und die haben sich die Taschen gefüllt, nachdem sie vorher schon die dicken Gehälter bekamen. Das ist nicht Markt, das ist ein Fehlverhalten bei den Banken, das ist ein Fehlverhalten auch bei den Aufsichtsgremien von Banken …
Moderator: Aber …
Koppelin: … und da muss mal Einhalt geboten werden.
Moderator: Der Markt hat doch mit seinen Regeln aber möglich gemacht, dass solche Menschen führende Positionen in diesem Business haben.
Koppelin: Nein, nicht da … das müssen Sie … Der Markt, der Markt selber ist ok. Es ist nur, wer kommt hin, wer kriegt Managerfunktionen, und da habe ich den Eindruck, manchen fehlt’s da wirklich, ja, nicht nur an der guten Ausbildung, sondern, sie waren nur noch auf Schnäppchenjagd. Das hat mit Markt nichts zu tun.

Hier das komplette Interview als mp.3.


Stell Dir vor es ist Markt und keiner kommt hin,… gnihihihi :mrgreen:
Die Marktliberalen erinnern mich irgendwie an die beiden Musiker aus dem Film Titanic, die selbst beim Untergang des Luxusdampfers noch musizierten. Liberalala, liberalala, liberalalalala,….

Gefunden bei: Alarmschrei.de
DANKE Sebastian 🙂

Legalize it, legalisiert es – Gebt das Hanf frei und zwar sofort!

Nein, dieser Beitrag ist keine Initiative zur Legalisierung von Marihuana in Deutschland. Die Überschrift ist aber bewusst provokant gewählt um die Doppelmoral der Gesetzgebenden aufzuzeigen. Während hochprozentiger Alkohol für Erwachsene legal ist, wird das Ganja von selbsternannten Moralaposteln in Polizeiuniform verteufelt, der Jointraucher entsprechenden Repressalien ausgesetzt. Alkohol dagegen ist als sozialer Schmierstoff und Fantasieprothese längst gesellschaftsfähig. Teilweise wird man als Nichttrinker sozial ausgegrenzt, wärend sich die Halbstarken gruppendynamisch ins Koma saufen.

Dem full of foolishness, dem legalize rum, dem legalize whisky, but they fight the marihuana

sagt der kölner Reggae-Musiker Gentleman nicht zu unrecht. Also, verbietet Beides oder gebt das Hanf frei, wenn ihr rechtschaffend sein wollt. Hier hätten die Liberalen von der FDP, die ja immer so inflationär über die Eigenverantwortung der Bürger schwadronieren, eine Chance. Hey ihr Guidos, jetzt könnt ihr endlich mal eure Existensberechtigung für den Normalbürger nachweisen, indem ihr für mehr als nur für eure polemischen Reden die Verantwortung übernehmt und euch für die Legalisierung des rauchbaren Grases einsetzt! Schließlich möchte ich eigenverantwortlich entscheiden Marihuana nicht zu rauchen! Ist mir jedenfalls lieber, als es mir von euch verbieten zu lassen. Von den Grünen erwarte ich inzwischen nichts mehr, seit sie mit der CDU shakern, glaube ich beinahe, dass die sich für die Macht prostituieren und dafür mit jedem ins Bett gehen. Christian Ströbele ist bei denen einer der wenigen Lichtblicke:


Hans-Christian Ströbele: „Gebt das Hanf frei!“

Wäre es nicht schön, wenn Marihuana zufünftig in der Obst – und Gemüseabteilung bei Aldi angeboten würde oder ganz liebevoll eingetütet im Asia-Shop, gleich neben dem Koriander? Das hätte auch seine Vorteile, beispielsweise würde die Beschaffungskriminalität wegfallen, der Ganja-Konsument müsste nicht immer zum Hanfmann nach Holland fahren und die Zollbeamten könnten sich um wichtigere Dinge kümmern. Von zusätzlichen Steuereinnahmen ganz zu schweigen.

Marihuana wird oftmals in der Reggae-Musik als das heilige Kraut besungen, welches den Geist in die Sphären der Spirituallität trägt oder anders formuliert: Das Bewusstsein erweitert. Interessant in diesem Zusammenhang ist ein Interview mit Bob Marley, indem er sagt:

The Herb is a plant. Herb is good for everything. Why this people, who call themselves government, say you must not use the herb? They say you must not use it, it makes you to be a rebel

Die, die sich selbst Regierung nennen, glauben also bewusstseinserweiterte Bürger könnten rebellieren, doch warum? Versteckt sich hier das ungewollte Selbsteingeständnis der machthabenden Politiker, dass sie ihr Volk schlecht behandeln? Daher die provokative Frage von Bob:

A Rebel? Against what?

Richtig. Wogegen sollte man rebellieren, wenn die politischen Führer im Sinne ihres Volkes handeln? Keine weiteren Fragen,…

Lieber wird hochprozentiger Alkohol geduldet oder überdosierter volksverdummender Multimedia-Content verabreicht, passive Bürger mit betäubten Verstand und eingeschränkter Vernunft sind angenehmer zu regieren als Aufsässige!

Unbestritten, Marihuana ist gesundheitsschädlich, vor allem bei übermässigem Konsum und hohem THC-Gehalt, aber Krieg, Arbeit, Alkohol, das Springen von Türmen an Gummibändern hängend, einarmiges Daueronanieren [1], Cola, Kaffee, Extremsport, Kartoffelchips und Fernsehen sind es auch, aber trotzdem nicht verboten. Letztendlich stellen wir fest, das prinzipiell alles ungesund ist, entscheidend ist immer die Dosage!

Die Legalisierung von Marihuana in der BRDemokratie ist natürlich unrealistisch, viel wahrscheinlicher dagegen eine Koalition von CDU, FDP und den Grünen, die sogenannte „Jamaica-Koalition“. Vermutlich sind dann auch jamaica-ähnliche Verhältnisse zu erwarten: Geringes Einkommen, hohe Arbeitslosigkeit, steigende Kriminalität, leben am Existenzminimum usw. Solche Zustände wären dann für Viele nur noch grasrauchend zu ertragen.

Quellen (der Inspiration):
YouTube: Interview Bob Marley
YouTube: Stefan Raab feat. Shaggy – Gebt das Hanf frei
Legalisiert es endlich
Damit man mir keine Einseitigkeit vorwerfen kann:
Helge Schneider – Möhrchenlied (Marihuana ist nicht gut)
[1] Den sogenannten Tennisarm bekommt man nicht nur durch Tennisspielen 😉