Maschinelle Monotonie

An irgendeiner Kasse bei irgendeinem Lebensmitteldiscounter an einem stinknormalen Tag

Kunde: (mit emotionsloser Stimme): „Hallo.“
Kassiererin: (mit emotionsloser Stimme): „Hallo.“
Scanner: (mit emotionslosem Ton): „piep, piep, piep,…“
Kunde: (mit emotionsloser Stimme): „Ich zahle mit Karte.“
Kassiererin: (mit emotionsloser Stimme): „Bitte Karte reinschieben, Geheimzahl eingeben, anschließend mit grüner Taste bestätigen.“
Kunde: (mit emotionsloser Stimme): „Auf Wiedersehen.“
Kassiererin: (mit emotionsloser Stimme): „Auf Wiedersehen. Schönen Tag noch.“
Nächster Kunde: (mit emotionsloser Stimme): „Hallo.“
Kassiererin: (mit emotionsloser Stimme): „Hallo.“
Scanner: (mit emotionslosem Ton): „piep, piep, piep,…“
Nächster Kunde: (hält wortlos EC-Karte hin)
Kassiererin: (mit emotionsloser Stimme): „Bitte Karte reinschieben, Geheimzahl eingeben, anschließend mit grüner Taste bestätigen.“
Kunde: (mit emotionsloser Stimme): „Auf Wiedersehen.“
Kassiererin: (mit emotionsloser Stimme): „Auf Wiedersehen. Schönen Tag noch.“

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Winterimpressionen 2013, der Film.

Ich wünschte der Film wäre ein Rückblick, doch der Winter hat uns auch im ländlichen Ruhrgebiet weiterhin im Griff, voraussichtlich mindestens noch den ganzen März 😦 Pünktlich zum kalendarischen Frühlingsbeginn lieferte Frau Holle über Nacht ’ne fette Ladung nicht bestellten Neuschnee. Die Sonne schickte den Schnee daraufhin mit ihren wärmenden Strahlen „return to sender“, doch Frau Frost wettert weiter, deshalb bleibt es windig, kalt und ungemütlich. Letztes Jahr um die gleiche Zeit saß ich mit kurzärmligen T-Shirt im Straßencafe, ließ mich von der milden Frühlingsluft verwöhnen, heute muss ich dick eingemummelt mit hochgestellten Kragen vor die Tür 😦

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Winterimpressionen 2013

Bin eher so der Sommertyp, habe mich aber mit den derzeit kalten Tagen arrangiert, sehe auch das Positive. Das Entschleunigende, was die Menschen, systematisch auf Schnelligkeit gedrillt, nicht zulassen wollen. Das Dekorative, das die Landschaft in weiß hüllt, die Baumkronen schmückt und den menschgemachten Dreck verdeckt. Das Dämpfende, das den Lärm mindert. Die Kälte, die die Brut der sommerlichen facettenäugigen Plagegeister erfrieren lässt. Nun darf es aber langsam vorbei sein mit den Winterimpressionen, sonst könnten sie in Winterdepressionen umschlagen. Alter Sibirier, alter Nordschwede, Euch beneide ich nicht!
Hier beginnt eine kleine Bildserie, welche die zurückliegenden kalten Tage bildhaft dokumentiert: Winterimpressionen 2013 (8-1) Für Anfang nächster Woche ham’se bei uns im Westen Tauwetter angesagt,… 😉

[update 27.01.2013]
Bereits am heutigen Sonntag setzt bei uns im Ruhrgebiet das Tauwetter ein. Die weiße Pracht verwandelt sich allmählich bei +4 Grad in eine graue schmutzige Pampe. Ich sage mal tschüss Winter und Danke für den Schnee, bis bald Frühling 😉
Hier noch mehr winterliche Bildeindrücke aus dem Fotoblog:
Winterimpressionen 2013 (14-9)

Sunshine

Morgengrauen, minus 15 Grad, gefühlt doppelt so kalt, ich drehe den Schlüssel, der Anlasser dreht schlapp, der Motor wirkt kraftlos, will nicht anspringen. Ich drehe den Schlüssel wieder zurück, die Kontrollleuchten erlöschen. Ich hole tief Luft, zu kalt zum atmen. Die Scheibe ist auch von innen gefroren. Ich schließe die Augen, wünsche mich tausende Kilometer weit weg, doch die Eiseskälte holt mich aus meinen Fernwehträumen zurück.

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