Weltwahnsinn, verdichtet: „wtf ?!“

Zur Lage des Planeten. Bei allem was es tagtäglich auf die Augen und auf die Ohren gibt, erscheint in meinem Kopf immer häufiger dieses „wtf“¹, welches entlang meiner Schädelinnenwand rotiert, wie ein Speedbiker in der Kölner Radrennbahn. Täglich tickt der Totenticker, der Bodycounter summiert. Auf dem ewigen Krisenherd Naher Osten kocht es mal wieder über, „westliche“ Regierungen machen sich Sorgen um die Stabilität und sichere Handelswege in dieser Region, während in den oberen Etagen der Rüstungsfirmen die Sektkorken knallen. Spardiktate würgen in Südeuropa die Wirtschaft, in Deutschland fällt der DAX schon bei 3% Verlust „abgrundtief“ und der mit Blindheit geschlagene Verfassungsschutz saugt mit seiner totalen Inkompetenz. Man könnte glatt den Eindruck gewinnen, bei dieser Behörde sei man zu dumm um aus dem Bus zu gucken. Immerhin können sie Reißwölfe füttern. Beim Discounter werden Flachzangen-Sortimente zum Schleuderpreis feilgeboten, Freud sei Dank muss ich spontan an unser Bundeskabinett denken.

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Auch die „Christliche Mitte“ verklärt den Begriff Bezness

Das Internet-Portal „Christliche Mitte“ verklärt den Begriff „Bezness“, ein Neologismus bestehend aus Beziehung und Business, wie folgt:

Unter „Bezness“ – Anlehnung an den englischen Begriff „business“ – verstehen Muslime das Geschäft mit „ungläubigen“ Frauen:
Vor allem beim Urlaub in islamischen Ländern werden Frauen aus christlich-europäischen Ländern mit der „Liebe“ von Muslimen betrogen, um sie auszunutzen, geldlich auszunehmen oder die Staatsbürgerschaft zu erwerben. Ist das „Geschäft“ erfolgreich abgeschlossen, werden die gutgläubigen Frauen verlassen, nicht selten mit einem Kind (…) Hervorhebungen von mir.
Quelle: Vorsicht Bezness!

Fakten? Fehlanzeige. Lese ich bei den „Nächstenliebenden“ hier etwa Xenophobie und Islamophobie heraus? Um die Story von bösen muslimischen „Tätern“ und „unschuldigen“ christlichen „Opfern“ zu entzerren, kurz zur Info: Weiterlesen

Afrika tanzt den „Obama-Reggae“

Barack Obama hat kenianische Wurzeln väterlicherseits, er ist einer von ihnen sozusagen ein Halb-Ostafrikaner. Die Chance, dass er der neue Präsident der USA und somit der mächtigste Mann der Welt werden könnte, elektrifiziert die Menschen in Uganda, Tansania und besonders in Kenia, wo jeder fanatisch für Obama schwärmt. Kogelo, das Heimatdorf von Oma Obama wird beinahe zur Wallfahrtsstätte. Von internationalen Fernsehkameras belagert,fiebert man der heutigen Wahl entgegen. Partystimmung. Die lokalen Radiostationen berichten täglich mehrere Stunden über die U.S.-Wahlen.

Die tiefen Wunden, verursacht durch die Parlamentswahlen im Dezember 2007 in Kenia, die von Wahlmanipulation und anschließenden bürgerkriegsartigen Unruhen überschattet waren, sind noch nicht verheilt. Das Land leidet noch immer darunter. Der Tourismus läuft nur langsam wieder an, immer mehr Menschen hungern wegen der hohen Lebensmittelpreise. Je größer die Verzweiflung, desto größer die Hoffnung auf Veränderung, auf Verbesserung. Und diese Hoffnung trägt einen Namen: Barack Obama.

Die imperialen Rohstoffausbeuter, EX-Kolonial- und Postkolonialherren mit ihren falschen Versprechungen hat man satt. Obama ist schwarz, einer von ihnen, ein Afrikaner. Schon Bob Marley’s Weggefährte Peter Tosh sang einst: „Don’t care where you come from, as long as you a black man, you’re an african“.
Barack Obama wäre also nicht nur der Präsident der Vereinigten Staaten, sondern auch der Präsident Kenias, gar der Präsident von ganz Schwarzafrika. Ihrer eigenen korrupten Despoten sind sie längst überdrüssig. Obama ist der Strohhalm an dem sich die Menschen südl. der Sahara nun klammern.
Die Spannung steigt. Afrika tanzt den „Obama-Reggae“.
America do the right thing: VOTE OBAMA!

Der Nr.1-Hit in Kenia:
Cocoa Tea – Barack Obama

Sehr schöner Song, feiner Roots-Reggae, made in Jamaica 🙂

Well, this is not about class,
nor color, race, nor creed.
Make no mistake it’s the changes
well all the people dem need
Then I’m a shout out…Barack Obama, Barack Obama, Barack Obama
Ooyy ooyy
Dem said Barack Obama, Barack Obama, Barack Obama
Ooyy ooyy
[…]
it is not Hillary Clinton (Obama!)
and it is not John McCain (Obama!)
It is not Chuck Norris (Obama!),
And I know it’s not John Wayne (Obama!),
It is not the one Rambo (Obama!),
And it is not the Terminator (Obama!),
But a new trendsetter (Obama!),
The mountain of the whole America
and dem shout out…

Komplette Lyrics

Uganda: Homosexuallität und Prostitution sind nicht unsere Art zu leben

Ugandas Regierung hat einen Workshop für Prostituierte, der für den gestrigen Mittwoch in Entebbe geplant war, verboten

Prostitution ist illegal in Uganda, obwohl „Sexarbeiter“ frei in der Hauptstadt Kampala operieren.
Die Organisatoren der Konferenz aus den USA, Kenia und Uganda wollten den Teilnehmerkreis über seine Menschenrechte aufklären.

Minister Buturo:

„Wir nennen es eine Untugend welche illegal ist und mit 7 Jahren Gefängnis bestraft werden kann“ ließ der Ethik-Minister Nsaba Buturo verlauten, als er das Verbot letzte Woche ankündigte.
„Uganda hat entschieden, dass Homosexuallität, Prostitution und solche Dinge nicht unsere Art zu leben sind. Jeder der dagegen verstösst, bekommt was er verdient!“ fügte er hinzu.

Joshua Mmali von der BBC in Kampala sagte, dass der Einladungsbrief an Teilnehmer in der gesamten Ostafrikanischen Region gerichtet war.
Sie hatten bereits ihre Flüge und Aufenthaltskosten für das 4-tägige Treffen bezahlt, welches von der in Uganda beheimateten Frauengruppe Akina Mama wa Africa organisiert wurde.
Letztes Jahr, vor dem Meeting der Commonwealth-Führer in Kampala wurden spezielle Kontrollzonen eingerichtet um die Aktivitäten der „Sexarbeiter“ zu unterbinden.
Ein Editoral in der State-Run New Vision Newspaper rief zur Debatte darüber auf, wie die Prostitution im Lande gesetzlich geregelt werden sollte.
Prostituierte sind überall, in Pubs in Bars, auf der Straße, in Massagesalons, in Strip Bars und Bordellen, stand dort zu Lesen. Würde die Polizei die gesetzlichen Reglungen mit Gewalt gegen „Sexarbeiter“ durchsetzen, hätten diese wahrscheinlich keine andere Arbeit. Man würde diese Praxis nicht beenden, sondern die Kriminalität steigern.

Einige persönliche subjektive Worte dazu:
Natürlich ist Prostitution keine Lebensart in Uganda, sondern leider für Viele eine Notwendigkeit um zu Überleben! Homosexuallität ist mitnichten ein Verbrechen! Bei der geplanten Konferenz ging es nicht darum, Prostitution in Ostafrika zu etablieren oder zu verbreiten, sondern um Menschenrechte. Diese werden von den Herrschenden mißachtet: Brutalität, Vergewaltigungen, Folter und weitere Reprassalien gegen Frauen, die ihrem Elend durch das Geschäft mit käuflicher Liebe zu entfliehen versuchen, ausgeführt von uniformierten Handlangern, die sich offiziell Polizei nennen, werden angeordnet von der Regierung! Korrupte Politiker wie Buturo prostituieren sich für Macht und Geld, bestehlen und verkaufen ihr eigenes Volk. Sie sind das wahre Übel des Landes! Wünschenswert wäre, wenn Menschen wie Buturo bekämen, was sie verdienen!

Quelle : BBC

Islamophobe Kakophonie

Als hätte Kenia derzeit noch nicht genug Probleme, kommen nun auch die islmamophoben Kakophonisten daher und interpretieren dort eine religiös motivierte Auseinandersetzung hinein. Die politisch Irreparablen und ihre befreundeten Blogger verteilen derzeit überall ihre „virtuellen Kimmenfrüchte“ zu diesem Thema im Netz. Weiterlesen

Kenia im Chaos

Dieses Land galt immer als ein Model für Stabilität in Afrika. Dieses Bild wurde durch Kibaki’s immer offensichtlicheren Wahlbetrug zerschmettert. Spätestens seit der Aussage des Vorsitzenden der Wahlkommission Samuel Kivuitu:

„Ich weiß nicht ob Kibaki die Wahl gewonnen hat.“

dürfte wohl klar sein, dass die Volksabstimmung manipuliert worden ist.
Zum eiskalten Kalkül machtbesessener korrupter Politiker gehört meist das bewusste Verlagern des Kampfes auf die ethnische Linie. Die Mächtigen haben schon immer ihre eigene Volksgruppe bei der Vergabe von Führungspositionen bevorzugt und dadurch die Spaltung im Volk gefördert. Auch Kibaki und Odinga sind das Gegenteil von vorbildlichen Staatsmännern, durch ihre aggressive Rhetorik schüren sie das Feuer des Hasses zwischen den Volksstämmen Kikuyu und Luo. Während sich die reiche Elite des Landes in ihren Wohlstandsfestungen verschanzt, reiben sich die Armen des Landes in den Slums durch gewaltsame, tribale Außeinandersetzungen auf. Weiterlesen

Gewalt in Kenia

Ein trauriger Tag für Kenias Demokratie, war der 30.12.2007, als der 76-jährige Mwai Kibaki seine Wiederwahl verkündete und sich vereidigen ließ. Überschattet wird sein „Sieg“ vom Verdacht des Wahlbetrugs. Hier noch einmal die Chronologie der Ereignisse:
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Wahlen in Kenia

Mein Blick ist dieser Tage nach Kenia gerichtet, das Land welches ich mehrmals bereiste, liegt mir am Herzen. Gestern waren rund 14 Millionen wahlberechtigte Kenianer aufgerufen einen neuen Präsidenten sowie 210 Parlamentsabgeordnete und 2484 Vertreter von Lokalregierungen zu bestimmen. Wenn in dem ostafrikanischen Land gewählt wird, habe ich immer ein mulmiges Gefühl im Magen, denn meist sind gewaltsame Unruhen und Betrug die Begleiterscheinungen. Weiterlesen

Hakuna Matata – Keine Probleme

Nein, dieses ist kein weiterer Ausschnitt aus „König der Löwen“! Hakuna Matata ist swaheli (sprich: suaheli) und bedeutet „keine Probleme“. Es sind nicht nur Worte, sondern eine Lebensphilosophie, die den Besucher  in Kenia anlacht, obwohl es dort leider viele Probleme gibt. Von dieser Lebensfreude könnte sich der eine oder andere Deutsche ruhig ein Scheibchen abschneiden.