„Leute, die Werbeblocker einsetzen, finde ich asozial“

klirrte es im Glashaus, wo Jan Gleitsmann saß. In diesem Blogbeitrag lasse ich ein paar meiner ungeschminkten persönlichen Gedanken zu seinem Artikel bei Mobilegeeks und zum Thema Hirnfickbranche (vulgo: Werbeindustrie) freien Lauf. Ein Rant? Ein Kommentar? Eine Glosse?

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„Hartz4-Empfänger“, ganz unten, am Arsch.

Ausbeutung_2.0

Arbeitsagentur will Hartz-IV-Empfänger im Internet überwachen und fordert eine entsprechende Gesetzesänderung.“ Um ja keinen Zweifel darüber aufkommen zu lassen, welcher Platz dem „Hartz4-Empfänger“ in dieser Gesellschaft zugewiesen gehört. Ganz unten. Am Arsch. Offenbar sind die Mitarbeiter der Arbeitsagenturen mit Jobvermittlung, Kontrolle und Sanktionierung nicht ausgelastet, sodass noch genug Zeit bleibt, den „Leistungsempfängern“ nach SGB III auch noch im Internet nachzustellen.

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„Fettsäcke wie Uli Hoeneß“

Helge Schneider, als Blödelbarde bekannt, als Musiker verkannt und als Interviewpartner interessant, gab bei Lanz sein Statement zur Steueraffäre Uli Hoeneß ab, nannte dabei den FC Bayern-Boss einen „fetten Sack“, dem 1 Monat Untersuchungshaft bei Wasser und Brot mal ganz gut täte. Uschi Glas entglitten die Gesichtszüge, was vermutlich weniger an ihrer von Stiftung Warentest mit „mangelhaft“ bewerteten Hautcreme lag, wahrscheinlich eher daran, dass sie dem korrupten Bayrischen Amigo-Clan und deren Parteifreunden recht nahe steht. Danke Helge, für diese klaren öffentlichkeitswirksamen Worte, die mir aus der Seele sprechen, dafür empfehle ich Helges neusten Hit bei mir als Songtipp 😉

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Kein Staatsbegräbnis?

Und das soll kein Staatsbegräbnis gewesen sein? Mit viel Pomp und militärischen Ehren wurde Margaret Thatcher zu Grabe getragen. Die Beerdigung „all inklusive“ soll 10 Millionen Pfund gekostet haben. Selbst nach ihrem Ableben liegt die knallharte Sozialreformerin dem Staat schwer auf der Tasche. Noch zu ihren Lebzeiten hatte sie ihre eigene Trauerfeier detailgenau geplant.  Anstatt einer selbst inszenierten posthumen Glorifizierung, hätte sie sich verbrennen und ihre Asche auf dem freien Markt verstreuen lassen sollen, das wäre ehrlicher und symbolträchtiger gewesen, hätte ihr politisches Wirken wirklichkeitsnäher zum Ausdruck gebracht.

Neues aus dem Kakofon: „Fiskalklippe“

Das Kakofon erschallte, heraus kam „Fiskalklippe“, eine weitere Neusprech-Vokabel, die m.E. das Potenzial hat, bei der Wahl zum Unwort des Jahres 2012 in die engere Auswahl zu kommen. Neusprech suggeriert, Neusprech verklärt, verstellt den Blick auf das Wesentliche und wird von der Systempresse en masse echolaliert, auf das er ja in jedes (Unter)Bewusstsein dringe.  Die USA drohen nun angeblich von der  so genannten Fiskalklippe herabzustürzen und den Rest der Welt mit in den Abgrund zu reißen. Buh, was für ein Schreckensgespenst!

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Die Schuldenuhr, das Metronom des schlechten Volksgewissens?

Metronom des schlechten Gewissens

Tick, tick, tick,..macht die Schuldenuhr. Laufend werden dem Bundesbürger die Staatsschulden pro Einwohner, aktuell 25.117€, um die Ohren gehauen, selbst einem unschuldigen neugeborenen Kind wird diese Staatsschuldenlast aufgebürdet. Was soll die Schuldenuhr sein? Das Metronom des schlechten Volksgewissens? Ich habe deswegen keine schlaflosen Nächte.

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Religion und Penisbeschneidung

Ich glaubte mal Religion sei eine Geisteshaltung, ein Bekenntnis zu Gott, eine Orientierungslinie, die hilft nicht allzu weit vom Pfad der Tugend abzuweichen. Doch wenn ich mir anschaue, wie Religion praktisch gelebt wird, habe ich den Eindruck sie besteht überwiegend  aus geheuchelter Moral, aufgeladen mit rituell symbolischem Firlefanz. Die Reaktion von Juden und Muslimen in Deutschland auf das Urteil des Kölner Landgerichts, das Beschneidungen aus religiösen Gründen verbietet und als Körperverletzung wertet, was ich begrüße, verstärkt diesen Eindruck.

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Sind wir eine Gesellschaft mit christlichen Grundwerten?

Ein paar lose Gedanken zu Ostern.

Dass wir in einer Gesellschaft mit christlichen Grundwerten leben, merkt man nur, wenn man an christlichen Feiertagen nicht zur Arbeit gehen muss. Oder? Wenn ich das mit den christlichen Werten und Tugenden richtig verstanden habe, gehört dazu auch eine bescheidene, wenn nicht gar asketische Lebensweise. Wie können wir dann im Kapitalismus leben, der uns zum Verlangen nach immer mehr Wohlstand oft bis zur Gier nach Reichtum antreibt? Ein System, welches den Egoismus mehr belohnt, als den Gemeinschaftssinn, wo der Wettbewerb mehr zählt als die Rücksichtnahme?

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Vorweihnachtszeit

Wenn am Jahreskalender und am knorrigen Baum vor meinem Fenster das letzte Blatt hängt, wenn über den Haupt- und Nebenstraßen tannenzweigverzierte Glühlampen warmes Licht spenden, wenn in weihnachtlich geschmückten Räumen bei gedimmten Licht die Adventskranzkerze romantisch flackert, wenn die melancholische Ader feucht wird, wenn Kinderaugen durch Vorfreude strahlen, wenn es Weihnachtsgeld (nicht mehr) gibt,…

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0:5 beim BVB. Der 1.FC Köln ist eben nicht Olympiakos Piräus.

Klar, beim deutschen Meister Borussia Dortmund kann man verlieren, die Frage ist doch das WIE. Der 1.FC Köln ist nicht Olympiakos Piräus, hat aber offenbar die Streikposition der Griechen eingenommen. Respekt! Soviel Solidarität mit den Griechen hätte ich den verwöhnten Fußball-Millionären gar nicht zugetraut! Oder hatte die Geisbock-Elf einfach nur keinen Bock?

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