Das Bundesgesundheitsmysterium empfiehlt…

Der Ehäck-Alarm bei rohen Tomaten, Blattsalaten und Gurken, die der Verbreitung des Todeskeimes verdächtigt wurden, ist aufgehoben, deren Verzehr wird nun sogar ausdrücklich vom Bundesgesundheitsministerium empfohlen, schließlich seien diese Lebensmittel ja gesund. Dagegen bleibt die Warnung vor Sprossen bestehen. Insbesondere die unteren Sprossen auf der Karriereleiter sind mit großer Vorsicht zu begehen sie sind oft sehr seifig. Hier kann man bereits früh auf die Fresse fallen und dabei in die Sprosse beißen. Alternativ können auch Steigbügelhalter verwendet werden, empfehlenswert ist zusätzlich reichlich Vitamin B. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie ihren Gesundheitsminister, Oswald Metzger oder ihren Apotheker und lesen Sie unbedingt die Packungsbeilage¹.

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Gurkenphobie

Für Gurken herrscht derzeit Saure-Gurken-Zeit, sie haben momentan eine schlechte Presse. Insbesondere die leidlich bekannte Boulevard-Postille brüllt einem wieder mit apokalyptisch anmutenden Schlagzeilen ins Gesicht. EHEC der Todeskeim greift an, die spanische Gurke wird uns alle umbringen, whuaah ich hab‘ Angst 😉 Vorher waren Blattsalate und Tomaten der Keimträgerschaft verdächtig. Nichts Genaues scheint man nicht zu wissen. Schlechte Zeiten für Vegetarier.
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E10, ein neues Kürzel für überflüssig?

E10 steht für den heftig umstrittenen neuen Ottokraftstoff mit 10% Bioethanol. Wer braucht ihn oder besser gefragt, wer profitiert davon? Die Umwelt? Eine Reduzierung des Kraftstoffverbrauches ist damit nicht zu erreichen, im Gegenteil: Es ist zu erwarten dass der Verbrauch um bis zu. 1,9 % ansteigt. Wenn durch die Erzeugung von Bioethanol zusätzlich Wälder gerodet werden, fällt die Umweltbilanz eher negativ aus. Vernünftige Umweltpolitik sieht anders aus.

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Der Unterschied zwischen Kartoffel und Biokartoffel einfach erklärt

Steht man beim Lebensmittelhändler vor den Kartoffelsäcken, hat man als Verbraucher die Qual der Wahl. Normal, Bio oder Super, lautet die Frage. Beinahe wie an der Tankstelle. Toms Wochenschau gibt Entscheidungshilfe bei der richtigen Auswahl:
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Das faule Ei des Monats: Merkel in die Pfanne hauen

Das faule Ei des Monats April geht verdientermassen und unangefochten an Bundeskanzlerin Angela Merkel. tomswochenschau sagt: Herzlichen Glühstrumpf!

Der Standard zitierte Frau Merkel:

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel gibt im Gegensatz zu vielen Entwicklungspolitikern nicht der steigenden Biosprit-Produktion die Hauptschuld an der Preisexplosion bei Lebensmitteln. Ursache sei vor allem “eine sehr unzureichende Agrarpolitik in den Entwicklungsländern”, sagte Merkel am Donnerstag im sächsischen Freiberg bei der Eröffnung der ersten Raffinerie für Biokraftstoffe der zweiten Generation. Ein weiterer Grund sei die nicht ausreichend vorhergesagte Änderung der Ernährungsgewohnheiten in Schwellenländern.
In Indien etwa nähmen inzwischen rund 300 Millionen Menschen eine zweite Mahlzeit am Tag ein, sagte Merkel. “Wenn die plötzlich doppelt soviel Nahrungsmittel verbrauchen als sie das früher gemacht haben und dann auch noch 100 Millionen Chinesen beginnen, Milch zu trinken, dann verzerren sich natürlich unsere gesamten Milchquoten und vieles andere”, sagte die Kanzlerin in Hinblick auf den europäischen Agrarmarkt.

Mal abgesehen davon, wie hier notleidende Menschen für Biokraftstoff-Lobbyismus verhöhnt werden, ist es erstaunlich welche Korrelationen unsere Frau Bundeskanzlerin komponieren kann. Es ist so, als wenn ich übertrieben gesagt, folgendes behaupten würde:
„Wenn ich in einer S-Bahn sitzend in einen Apfel beiße, geht bei mir zu Hause die Küchentur zu.“
Das ist Schwachsinn? Eben.
Nach China und Indien werden nur c.a. 0.1% der europäischen Milchexporte verschifft. Erschwerend, was die Plausibilität von Merkels Aussage betrifft kommt noch hinzu, dass 93% der Chinesen an einer Laktoseintoleranz leiden, also Milch nicht vertragen.
Unfassbar ihre Erkenntnis, dass die Armen jetzt für weltweite Preissteigerung der Lebensmittel verantwortlich sein sollen, weil sie nun angeblich doppelt soviel mampfen. Geben Sie doch zu, dass Sie es waren Frau Merkel:
Beweisfoto:

Schwachsinn, ist übrigens das perfekte Stichwort wenn es um weitere Verlautbarungen der weltbesten Merkel aus der Uckermark geht.
Die Musikindustrie hatte sich ja mit einem offenen Brief an Sie gewandt und im Rahmen der Datenvorratsspeicherung eine Überwachungung der Internetnutzer auf illegale Musikdownloads zur Wahrung des geistigen Eigentums gefordert. Ihre Antwort kam in Form eines „Bundes-Pottcasts“:

“Das Herunterladen von Computern” ist eine Sache die nationale Grenzen nicht schützen können….

Wie schön, dass der Mittellose nun endlich in ein Internetcafe gehen und sich einen kompletten neuen Computer aus dem Netz herunterladen kann. Nicht mal die weltbeste Merkel mit ihren nationalen Grenzen können das verhindern! Bravo Frau Bundeskanzlerin! Sicheres Auftreten bei völliger Sachunkenntnis! Einen hab‘ ich noch aus dem Monat April:
Angela Merkel zu den steigenden Kraftstoffpreisen sinngemäß:

Dann müssen die Deutschen an anderer Stelle einsparen,

hieß es lapidar. Für den geringverdienenden Pendler mit schlechter Anbindung an öffentl. Verkehrsmittel sehr hilfreich 👿
Diese Menschen können sich bald den Weg zur Arbeit nicht mehr leisten, wenn das so weitergeht. Die können sich dann gleich den ganzen Arbeitsplatz einsparen… 😦
Dafür haue ich Sie in die Pfanne mit einem faulen Ei dabei!

Mit Verlaub Frau Bundeskanzlerin, ich glaube Sie haben die Pfanne heiß!

Wollen Sie am Hunger in der Welt verdienen?

Dann gehen Sie zur deutschen Bank! So klingt das menschenverachtende Gewinnstreben auf bänkisch:

„Freuen Sie sich über steigende Preise?

Alle Welt spricht über Rohstoffe – mit dem Agriculture Euro Fond haben Sie die Möglichkeit, an der Wertentwicklung von sieben der wichtigsten Agrarrohstoffe zu partizipieren.

Investition in etwas Greifbares“

So wirbt die Deutsche Bank auf Brötchentüten:

Agrarfonds

Ich bräuchte nach Lesen dieser Zeilen keine Brötchentüte mehr, sondern eine Brechtüte! Skrupellos wird hier die gewinnbringende Partizipation an der Lebensmittelpreissteigerung, welche in sogenannten „Schwellenländern“ Hunger und Elend produziert, angepriesen.

Bei „Straßenkriminellen“ weiß man wenigstens wo man dran ist, wenn sie mit der Faust drohen. Die „feinen Herren“ aus den „oberen Etagen“ in teuren Anzügen dagegen agieren hinter den Kulissen. Sie lächeln dich eiskalt an, doch wenn du ihnen den Rücken zudrehst, stoßen sie dich in den Abgrund.

Quelle:

Attac – Agrarnetz

Kostenlose Lebensmittelfotos – Food, pictures for free

Es gibt Zeitgenossen, die sind wenig an sozialer oder produktiver Arbeit interessiert. Sie profitieren lieber davon, andere Mitmenschen zu schädigen. Es gibt auch „Fotografen“, die ihre Lebensmittelfotos im ganzen Internet verbreiten, oftmals ohne die Urheberrechte direkt an den Bildern kenntlich zu machen. Genausowenig setzen sie eine Hürde, die das Abspeichern der Grafiken erschwert. Wenn nun ein unbedarfter User in die „Falle“ tappt, ein solches Foto verwendet, wird ohne Vorwarnung die Abmahnkeule geschwungen. Die Forderungen sind meist unverhältnismäßig hoch und können einen Geringverdiener finanziell weit zurückwerfen oder gar existenziell bedrohen!

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