„Ein Flüchtling ist nicht mehr Mensch, sondern zu viel“ – Zwei Lieder ein Thema: Die Europäische Flüchtlingspolitik

Dieses Mal kommt mein Songtipp im Doppelpack daher. Die beiden Lieder haben nicht nur gemeinsam, dass sie turbogeil sind, sondern auch dass sie den aktuellen Friedensnobelpreisträger und seine Flüchtlings- und Asylpolitik kritisch besingen. Ein wichtiges Thema, gerade in einer Zeit wo Weihnachten vor der Türe steht und die Offiziellen in Europa auf allen Kanälen unsere christlichen Grundwerte betonen. Doch wo bleibt jene christliche Nächstenliebe, die bewirkt dass man hilfesuchenden Fremden mit menschlicher Wärme begegnet?
Die Texte der folgenden Songs machen mich jedenfalls nachdenklich, anders als jene Besinnlichkeits-Folklore mit der man derzeit allerorten zwangsbeschallt wird. Genug der Rede meinerseits, jetzt spricht die Musik und das mit starken Worten:

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Der moderne Sklave

Damit keine Zweifel darüber bestehen, was neoliberale zunehmend derugulierte Marktwirtschaft im Rahmen der Agenda-Politik für den abhängig beschäftigten Arbeitnehmer immer häufiger bedeutet: Moderne Lohnknechtschaft!

Zitat Dr.Stefan Welkz:

Früher galt die Norm, jemand müsse von einem Vollzeitjob eine Familie ernähren können. Heute dürfen die Firmen unterstellen, dass Vollzeitkräfte von den Familien miternährt oder eben vom Staat mittels Kombimodellen unterstützt werden. Was da pro Stunde gezahlt wird – Tarifverträge der IG Metall über 3,86 Euro brutto für das Sanitär- und Heizungshandwerk und über 3,06 Euro von Ver.di für das Friseurhandwerk in Sachsen sowie die 1,80 Euro für Zimmermädchen in einem großen Hamburger Hotel – markieren die derzeit bekannten Tiefpunkte. Dergleichen kann nicht mehr als Entlohnung bezeichnet werden, sondern nur noch als mageres Trinkgeld, als Bakschisch. Doch Kinderlohn zieht Kinderarbeit nach sich. Zwei Zitate aus einer Untersuchung der Input Consulting Stuttgart in der PIN-Branche illustrieren die soziale Realität in diesen Firmen: “bei den Fahrern, da kriegst du oft mit, dass da die Kinder mithelfen, also zehnjährige Kinder und […] schwere Kisten schleppen […].Und wo dann der Vater sagt, alle müssen zusammen helfen, sonst langt es nicht”. Und weiter: Da ist “auch so eine arme Frau, die […] von morgens um sieben bis abends um Viertel acht arbeiten muss und trotzdem nicht genug Geld hat […] und dann noch drei Kinder hat […] das ist wie vor hundert Jahren.”[11]

Hier weiterlesen: Kombi- kontra Mindestlohn, eine paradoxe Kontroverse.
Gefunden bei: Roger Beathacker. DANKE. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch das Buch von Markus Breitscheidel, der in die Fußstapfen von Günter Wallraff tritt:
Arm durch Arbeit – Ein undercover Bericht. Die ARD hat kürzlich auch einen interessanten Bericht über den Undercover-Einsatz von Markus Breitscheidel als Leiharbeiter gebracht.
Weiterverbreiten – Diskutieren – Widerstehen ! Zu einer echten sozialen Marktwirtschaft gibt es kaum eine Alternative. Freiheit statt Liberalismus!

Einen treffenden Artikel passend zum Thema gibt es bei Kurokasai:
Arbeite dich arm II