„Gute Aufstiegschancen für Geringverdiener“

Unter der Überschrift „Niedriglohn als Aufstiegschance“ meldet ARD-Teletext auf Tafel 115 heute um 18:50:

Geringverdiener haben laut einer Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft Köln gute Aufstiegsperspektiven. Der Aufstieg vom Geringverdiener zum Normalverdiener gelinge jedes Jahr einem Viertel der Beschäftigten im Niedriglohnbereich.

Die Objektivität dieser „Studie“ wird durch das von mir fett vorgehobene Wort „arbeitgebernah“ massiv in Frage gestellt. Gehen wir trotzdem davon aus, dass die oben genannten Zahlen stimmen, blieben immer noch 75% der prekär Beschäftigten, die keine Aussicht auf bessere Entlohnung haben. Ein Chancenverhältnis von 25:75 als „gute Perspektive“ zu interpretieren ist mindestens gewagt, wenn nicht gar zynisch.

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Zitat des Tages: Die (Spar)Leuchten der Wirtschaft

Frage: Wie viel neoliberale Ideologen, „Wirtschaftsweise“ und Politiker der gegenwärtigen Regierungskoalition braucht man, um eine kaputte Glühlampe zu wechseln?

Antwort: Gar keine. Wenn der Reformprozess entschlossen und unbeirrt fortgesetzt wird und wenn die Glühlampe durch Drosselung der Stromzufuhr weitere Anreize erhält, für ihr Leuchten selbst Verantwortung zu übernehmen, denn wird es durch das Wirken der „unsichtbaren Hand“ von ganz alleine wieder hell. Wenn wir genau hinschauen, leuchtet sie schon wieder ein bisschen. Die Dunkelheit der Krise wird in Kürze überwunden sein.

:mrgreen: Gefunden im PROLLblog

Der noch selbstständig Denkende kann sich selbst die Frage beantworten, warum den Menschen immer die selben Talkshow-Ökonomen, vom Schlage der Raffelhüschens, der Hüthers und der Sinns, als „Top-Wirtschaftsexperten“ in den deutschen Medien vorgesetzt werden.
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Unser täglich Polit-Kaspertheater


Wenn unser oberster Grüßaugust, so die informelle Berufsbezeichnung unseres Bundespräsidenten, eine Rede in Berlin hält, hat diese Tatsache für mich in etwa die gleiche Relevanz wie das Platzen einer Bratwurst in Hamburg. Deshalb ist dieses Ereignis nicht einmal einen Blogeintrag wert, vielleicht sollte ich an dieser Stelle lieber über den täglichen Stuhl meines Wellensittichs referieren. Da ich aber keinen pfeifenden Federkleidträger habe, schreibe ich über den staatl. geprüften Händeschüttler, den allseits beliebten Horst Köhler. So kommt mein Weblog zu weiterem Katzencontent. Warum der Repräsentant Deutschlands laut Umfragen der beliebteste Politiker des Landes ist, bleibt für mich ein Rätsel. Aus meiner Sicht ähnelt er einer sprechenden Parkuhr, die bei Geldeinwurf neoliberale Phrasen ausspuckt.
Hier geht es zu seiner Rede am 17.Juni, also Vorhang auf für das Polit-Kaspertheater. Tri tra trulala…

Ursprünglich hatte ich mir vorgenommen einzelne Textpassagen herauszuheben und buchstäblich auseinanderzunehmen. Schließlich entschied ich, mir nicht den Sonntagabend zu vermiesen und mir etwas Ehrlicheres zu gönnen:
Die Neujahrsansprache aus dem Jahre [hier die Jahreszahl einsetzen] von Bernd dem Brot.
Zeitlich wirkt eine Neujahrsansprache im Juni deplaziert, aber sie zeigt exemplarisch wie man Köhlers Geschwurbel mit Bernd’s Worten zusammengefasst interpretieren Könnte:

Das Leben ist die Hölle in bunt.
Macht Euch keine Illusionen, es bleibt alles wie immer, nur schlimmer. Bleibt in Deckung und haltet immer nach dem nächsten Amboss Ausschau, der Euren Namen trägt.

Bernd das Brot – Die Neujahrsansprache

Direkter Link zum YouTube-Video

Horst Köhler, ein Bundespräsident, den keiner (außer der Wirtschaft) braucht. Er gibt sich bürgernah, ist aber meilenweit von den Sorgen und Nöten des Volks entfernt. Er zählt zu jener Politkaste, die sich in einer Blase isoliert von der Realität zu befinden scheint. Nicht Köhler, nicht Schwan sondern Bernd das Brot for President!

Überlege gerade, ob ich mir einen Wellensittich zulege,…aber Eines ist sicher: Ich bleibe in Deckung!

Wollen Sie am Hunger in der Welt verdienen?

Dann gehen Sie zur deutschen Bank! So klingt das menschenverachtende Gewinnstreben auf bänkisch:

„Freuen Sie sich über steigende Preise?

Alle Welt spricht über Rohstoffe – mit dem Agriculture Euro Fond haben Sie die Möglichkeit, an der Wertentwicklung von sieben der wichtigsten Agrarrohstoffe zu partizipieren.

Investition in etwas Greifbares“

So wirbt die Deutsche Bank auf Brötchentüten:

Agrarfonds

Ich bräuchte nach Lesen dieser Zeilen keine Brötchentüte mehr, sondern eine Brechtüte! Skrupellos wird hier die gewinnbringende Partizipation an der Lebensmittelpreissteigerung, welche in sogenannten „Schwellenländern“ Hunger und Elend produziert, angepriesen.

Bei „Straßenkriminellen“ weiß man wenigstens wo man dran ist, wenn sie mit der Faust drohen. Die „feinen Herren“ aus den „oberen Etagen“ in teuren Anzügen dagegen agieren hinter den Kulissen. Sie lächeln dich eiskalt an, doch wenn du ihnen den Rücken zudrehst, stoßen sie dich in den Abgrund.

Quelle:

Attac – Agrarnetz

Dauerdebatte Mindestlohn

Arbeitslosenquote und gesetzlicher Mindestlohn in der EU
Mindestlohn
Um das Thema Mindestlohn wird in Deutschland eine Dauerdebatte geführt. Die Gegner des gesetzlichen Mindestlohn, die meist aus dem Lager der Marktradikalen kommen, benutzen häufig das Gegenargument, dass Mindestlohn höhere Arbeitslosigkeit zur Folge hat. Ich habe mir mal die Mühe gemacht, die Arbeitlosenquote in allen EU-Ländern aufzulisten und tabellarisch darzustellen. Ebenfalls in der Tabelle links enthalten, sind die Mindestlöhne (Stundenlohn Brutto in Euro), die bereits in 20 EU-Ländern gesetzlich festgelegt sind!
Deutschland belegt in der Tabelle der Arbeitslosenquote einen unrühmlichen 20.Rang. Dabei ist noch zu berücksichtigen, dass unsere Statistik zurechtgebogen ist, denn c.a 1 Million Menschen in Umschulungsmaßnahmen, 1-Euro-Jobber und Erwerbslose über 58 Jahre sind nicht in der Arbeitslosenstatistik enthalten. Unsere Mainstreammedien steuern ihren Anteil hinzu indem sie die Arbeitslosenzahlen in der BRD dauerhaft tendenziös schönschwurbeln. Ob die anderen EU-Länder ebenfalls und in gleicher Weise ihre Statistik verfälschen, entzieht sich meiner Kenntnis.
Die Zahlen zeigen jedoch Eines ganz klar: Die Länder mit gesetzlich geregelten Mindestlohn weisen keine signifikant höhere Arbeitslosenquote auf!
Die Niederlande, Belgien, Irland und Großbritanien rangieren vor Deutschland trotz Mindestlohn. Den Nachweis, dass Mindestlohn höhere Erwerbslosigkeit produziert, bleiben seine Gegner also schuldig.
Österreich hat inzwischen beschlossen ebenfalls den Mindestlohn einzuführen. Das Einkommen dort soll zukünftig mindestens bei 1000 Euro monatl. (Vollzeitbeschäftigung) liegen.
Die (neoliberalen) Befürworter des Niedriglohn fordern das sogenannte Mindesteinkommen, welches erreicht wird wenn der Hungerlohn, den der Ausbeuter Arbeitgeber zahlt, vom Staat steuergeldfinanziert auf Existenzminimum aufgestockt wird. Dieser Vorschlag ist eigentlich widersprüchlich, denn gerade die Marktradikalen pflegen doch die Philosophie, das staatliche Eingriffe in den freien Markt möglichst zu vermeiden sind. Einen größeren Einfluss seitens des Staates, als durch subventionierten Niedriglohn gibt es wohl kaum.
Einer der prominentesten Mindestlohn-Gegner, Prof. Sinn, Pop-Ökonom, Wirtschaftslobbyist und Preisträger , der häufig eine Plattform bei den Boulevardmedien bekommt, wird von den pseudoreligiösen Gläubigen an die „unsichtbare Hand des Marktes“ als Top-Experte für Ökonomie gefeiert. Es mag ja sein, dass der Herr Professor auf seinem Gebiet eine Koriphäe ist, was jedoch seine soziale Kompetenz angeht, würde ich einen Schimpansen höher einschätzen. Er ist m.E. ein Schwurbler vor dem Herrn, der sich selbst gerne reden hört. Das größte Problem in der Argumentation der Marktliberalen sehe ich in der Tatsache, dass sie alles der Wirtschaft unterordnen.
Die Gesellschaft, das menschliche Miteinander funktioniert nicht ausschließlich nach den Gesetzen der Marktwirtschaft, denn diese kennen weder Ethik noch Moral. Sind das nicht die Attribute die den Menschen u.a. vom Tier unterscheiden? Der entfesselte unreglementierte Raubtierapitalismus erinnert mich eher an die Gesetze der Natur. Hier zählt die Macht des Stärkeren. Fressen und gefressen werden.
tomswochenschau meint: An 1.Stelle ist der Mensch maßgebend, nicht die Marktwirtschaft!
Haben Hans-Werner Sinn und Konsorten auch nur eine geringste Ahnung, wie der Alltag eines Menschen aussieht, der zu Niedriglohnbedingungen arbeiten muß? Sicher nicht. Der „Chef-Ökonom“ ist ein großartiger Theoretiker, aber das Leben findet nicht auf dem Papier statt, sondern auf dem rauhen Boden der Realität! Das Dasein eines Hungerlöhners ist hart. Soziale Ausgrenzung, Armut, Depression. Keine Altersvorsorge, kaum Einzahlungen in die Sozialkassen, keine Perspektive, keine Zukunft.
Sicherlich ist der gesetzliche Mindestlohn kein Allheilmittel zur Armutsbekämpfung. Die weitere Umverteilung von Arm nach Reich muß dringend gestoppt werden! Der Mindestlohn wäre ein Schritt in die richtige Richtung, allerdings wären weitere Maßnahmen erforderlich.

Zitate, die passend den Artikel abrunden:

„Die Forderung eines Mindestlohns ist im Prinzip ein Armutszeugnis für die Unternehmer, denn wenn ich als Unternehmer über einen Mindestlohn gezwungen werden muß, dem Mitarbeiter einen gerechten Lohn zahlen zu müssen, dann habe ich ihn ausgebeutet“

Wolfgang Grupp, Inhaber und Geschäftsführer des Textilherstellers Trigema, gesendet auf Deutschlandradio am 12. März 2008.

„Unternehmen, deren Existenz lediglich davon abhängt, ihren Beschäftigten weniger als einen zum Leben ausreichenden Lohn zu zahlen, sollen in diesem Land kein Recht mehr haben, weiter ihre Geschäfte zu betreiben.“

Franklin D. Roosevelt

Quellen:
EUROSTAT (Arbeitslosenquoten aus Dänemark, Italien, Griechenland, Rumänien und GB sind von Dez.2007 die restlichen von Februar 2008 )
Wirtschaftliches Sozialwissenschaftliches Institut (Gesetzlich geregelter Mindestlohn, Zahlen auf dem Stand von September 2007)

Die Kriege der USA

Von einem Kommentar eines WELT Lesers war ich wirklich beeindruckt; er listet die US- Kriege auf und deren Tote:

  • Mexican-American War 1846-1884 ………………….21.000
  • Spanish-American War 1898 …………………………20.000
  • Philippine-Ameri. War1899-1902 ……………………250k – 1Mil
  • The boxer Rebellion 1900 ……………………………..13.000
  • The Moro Wars 1901-1913 ……………………………250.000
  • Panamanian Revolution1903 …………………………600.000
  • The Banana Wars 1900-1933 ……………………..…Unknown
  • The Korean War 1950-1953 …………………………..2-3 Mil
  • The Vietnam War 1963-1975 …………………….……2-5 Mil
  • U.S. Intervention in Lebanon 1958 ……………………2.000
  • Dominican Intervention 1995 ………………………..…6.000-10.000
  • U.S. Libya Conflict 1981, 1986 …………………………
  • Lebanon 1982-1984 …………………………………….17.000
  • U.S. Inva. of Grenada 1983 …………………………….23.000
  • Operation Earnest Will 1987-1988 ……
  • U.S. Invasion of Panama 1989 ………………………..2.500
  • Operation Desert Storm 1991 …………………………100.000
  • U.S. Inter. in Somalia 1992-1994 …………………….300.000
  • Intervention in Bosnia 1994-1995 ……………………400.000-500.000
  • Kosovo War 1999 ………………………………………..…5.000
  • Afghanistan War 2001-……………Unknown ( DD estimation 10.000 )
  • Operation Iraqi Freedom 2003-……… ………………>1Mil

Der neoliberale Kriegsgewinnler aber rechnet anders, da geht es nicht um den menschlichen Schaden, da geht es nicht um den Verlust eines Menschen:

    • Kosten Afghanistan + Irak …………………………..…3.000.000.000.000
    • Umsatz/Mitarbeiter in Rüstungsfirma…………….…200.000 USD/Jahr
    • Tote insgesamt Afghanistan + Irak …………………1.000.000 ( kommt nicht so genau drauf an )

3.000.000.000.000/200.000/1.000.000=15 in Worten:

Jeder Tote in dem Afghanistan- und Irakkrieg hat 15 Arbeitsplätze gebracht.

 

Via Deutschlanddebatte.de
Gefunden bei Duckhome

Schönen Gruß an die neoliberalen neokonservativen „Warblogger“. Beim verdauen dieser Zahlen wünsche ich euch einen schweren Stuhlgang 😉
[ Nachtrag 18.12.2008 ]
Des weiteren empfehle ich den bedingungslosen Befürwortern der imperialen Kriegspolitik seitens der U.S.-Regierung, ihre digitales Denken (simplifizierte Gut/Böse-Einteilung der Welt) zu hinterfragen und durch viele Grautöne zu ergänzen. Dazu dieser Filmtipp
[ Nachtrag 27.05.2009 ]
Auf Wikipedia gibt es eine Auflistung sogenannter „militärischer Auslandsinterventionen“ der Vereinigten Staaten, die beginnend von 1823 bis ins Jahr 2004 reichen: Klick
[Nachtrag 07.04.2010]
Sie trugen die Uniformen der Brutalität. Durch Wikileaks wurde kürzlich ein Video veröffentlicht, welches zeigt, wie US-Soldaten im Irak „Frieheit und Demokratie“ verbreiten. Schockierend.
Colletaral Murder
[Nachtrag 30.05.2010]
Bei Storchcity werden die gewaltsamen Interventionen zur Durchsetzung imperialer Interessen seitens der U.S.-Regierungen noch ausführlicher zusammengestellt:
Weiße Weste USA

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Bumm Bumm Bush

Preis für Professor Sinn

Das faule Ei des Monats Februar von Toms Wochenschau.

Hans Werner Sinn, der sogenannte Wirtschaftsexperte und Präsident des IFO-Instituts für Wirtschaftsforschung ist schon längere Zeit auf meinem „Faule-Eier-Radar“. Unbenommen ist er eine Kapazität, erfolgreicher Buchautor und in den Medien vielzitierter Pop-Ökonom. Der hochintelligente Professor ist in der Welt der Wirtschaftselite zu Hause, sozusagen die
Kühlerfigur des Kapitalismus.

kuhlerfigur_sinn.jpg

„Böse Zungen“ würden ihn auch als Mietmaul der Wirtschaftslobbyisten bezeichen. Bei Worten wie Geschäftsklimaindex, Kapitaleinkommensbesteuerung, Wirtschaftswachstum, Eigenkapitalrendite, Niedriglohn glänzen ihm die Augen, aber das Wort sozial hat auf ihn vermutlich die gleiche Wirkung, wie das Kruzifix auf einen Vampir! In der Sendung Hart aber fair, die letzes Jahr im Dezember ausgestrahlt wurde, meinte Professor Sinn sinngemäß:

Es ist ein frommer Wunsch, wenn der Arbeitnehmer verlangt von seinem Einkommen leben zu können. Von diesem Anspruchsdenken müssen wir wegkommen

Ja nee is klar Herr Professor Unsinn, wir leisten zukünftig nur noch Frohndienst ab, um der reichen Elite des Landes ihre Luxusvillen mit eingebauten Whirlpools zu finanzieren, dann können sie sich noch mehr Blubberbläschen in ihre fetten Hintern blasen lassen. Klingt irgendwie nach Neofeudalismus.

Derartig arrogant geringschätzige Äußerungen gegenüber den Werktätigen verdienen das faule Ei des Monats, welches sie hiermit zu Ihrem 60.Geburtstag von tomswochenschau bekommen! Herzlichen Glückwunsch!

Was soll man sonst noch Jemanden schenken, der materiell schon alles hat? Ich wünsche Ihnen eine bessere soziale Einstellung, menschliche Wärme und Nächstenliebe. Für einen marktradikalen neoliberalen Fundamentalisten ist das natürlich ein frommer Wunsch!

Weiterer Stellenabbau bei den globalen Spielern

Beinahe jeden Tag neue Hiobsbotschaften über Arbeitsplatzverluste. Sie nennen es betriebswirtschaftliche Maßnahmen. Für tausende Menschen gleichbedeutend mit dem Entzug ihrer Lebensgrundlage! Nach Nokia folgen nun andere Global Player:

  • BMW baut trotz Rekordgewinne weltweit über 8.000 Arbeitsplätze ab. Im Inland werden 5000 Zeitarbeitskräfte und 2500 Festangestellte betroffen sein.
  • Henkel Hier werden voraussichtlich bis zum Jahre 2011 etwa 3.000 Mitarbeiter weltweit ihre Jobs verlieren.
  • Siemens Das ehemalige deutsche Vorzeigeunternehmen, in jüngster Zeit mehr durch Korruptions- und Bestechungsskandale in den Schlagzeilen, plant den Abbau von global c.a 3.800 Jobs in seiner Kommunikationssparte SEN. Hierzulande werden etwa 2.000 Stellen betroffen sein.
  • Continental Der Autozulieferer will, obwohl Rekordgewinne eingefahren, 2.500 Stellen in Deutschland streichen.

Weitere Weltkonzerne werden folgen…

Der Arbeitnehmer ist nur noch „Humankapital“ oder eine „anonyme Nummer“, Sand an der Meeresküste, ein Marginalisierter des neoliberalen Marktradikalismus. Die herrschende Klasse in der Wirtschaft kennt weder Ethik noch Moral, entscheidet nur im Interesse der Profitmaximierung zugunsten der Großaktionäre. Diese Kaste der Mächtigen scheint weit weniger soziale Sensibillität als eine Horde Paviane zu besitzen. Unsere Polit-Darsteller werden wieder diejenigen sein, welche die Entscheidungen der Wirtschaft dem dummen Volk vermitteln. Der Eine oder Andere unserer Volkszertreter wird sich vielleicht wieder einen Bauarbeiterhelm aufsetzen, ein Bad in der Menge nehmen, um Solidarität mit dem arbeitenden Kleinbürger vorzuheucheln. Schließlich werden sie doch der Wirtschaft den politischen Weg ebnen und der Arbeitslose darf wieder mal den bitteren Gang zur Agentur für Arbeit antreten…

So sagen sie uns:

Nippe an dem Meßbecher, nimm dir’nen Keks, setzt dich, passe dich an, falte die Hände und halte die Fresse!

Willkommen in der schönen neuen Welt der neoliberalen globalisierten Marktwirtschaft…..

Die Neo – Gestrigen

Neo ist eine griechische Vorsilbe und bedeutet Neu. Im positiven Sinne verbindet man mit Neu auch Fortschritt, welcher gelegentlich sogar die Lebensqualität von Menschen verbessert. Ich persönlich halte den Fortschritt für eine völlig überschätzte Sache. Das ist aber nicht Gegenstand dieses Beitrags, sondern es geht um den Fremdwortteil Neo, welcher in der Blogosphäre derzeit stark im Trend liegt. Für mich ist Neo momentan fast ausschliesslich negativ besetzt, weil mir vor allem folgende Wörter in den Sinn kommen: Weiterlesen