Musik!

Eine Blogparade zum Thema Musik von beetFreeQ, das ist mein Ding! Ohne Umwege direkt zu den Fragen:

Wann hörst du hauptsächlich Musik? Zuhause, bei der Arbeit? Bei bestimmten Tätigkeiten?
Überwiegend zuhause, auch im Auto, nicht bei bestimmten Tätigkeiten, eigentlich bei jeder Möglichkeit.
Zu welcher Gelegenheit darf Musik auf keinen Fall fehlen und wann könnt ihr die Beschallung durch Musik gar nicht ausstehen?
Beim Feiern darf Musik nicht fehlen, wenn ich müde bin und schlafen möchte, stört mich Musik eher (ausser Entspannungsmusik). Ach, da ist noch etwas: Musik aus Händilautsprechern in Bus und Bahn geht gar nicht! Der beschiss… bescheidene Klang nervt! Das erinnert mich immer an früher: Radio Luxenburg auf Mittelwelle. Beim intensiven Lesen (Buch) mag ich auch keine Musik.
Wie hört ihr hauptsächlich Musik? Am PC (welcher Player?), auf der Stereoanlage, per iPod oder ganz anders?
Am PC, welcher mit der Stereoanlage verbunden ist. Als Player nutze ich Amarok mit MySql-Datenbank, the best Combo ever! Natürlich höre ich auch direkt über die Stereoanlage, dann hauptsächlich mit dem CD-Spieler. Einen portablen MP3-Player, IPott oder ähnliches besitze ich nicht. Ich kann den „Autistenquäken“ wenig abgewinnen.
Welches Format ist euch am Liebsten? Die hochheilige Schallplatte? CD? MP3?
Neben ordinären CD’s noch OGG und FLAC, das patentbelastete MP3 nur wenn es sich nicht vermeiden lässt. Vinyl rotiert in seltenen Fällen auch auf dem Plattenteller, doch heilig ist mir die Schallplatte nicht.
Hört ihr am liebsten komplette Alben am Stück oder lieber alles wild im Shuffle?
Beides. Gute Alben, wo deutlich mehr als 3 Songs gefallen (andere kauf‘ ich sowieso nicht), kann man auch in der vorgegebenen Reihenfolge mehrfach durchhören, aber gerne erstelle ich auch immer wieder neue Playlisten von meiner Musiksammlung, macht schon Spaß DJ zu spielen 🙂
Welche Art von Musik hört ihr?
Mein Musikgeschmack ist ziemlich schizophren. Meine Musik oszilliert von laut bis ruhig, von aufwühlend bis entspannend. Genres: Roots, Rock, Reggae – EBM (Electric Body Music), Industrial – New Age Musik, Ambient, Elektronik, Chill-Out usw. prinzipiell bin ich für fast alles offen.
Wer es genauer wissen will: Meine persönlichen Charts
Was passt am besten zu welcher Gelegenheit?
Eigentlich geht bei mir alles jederzeit in (fast) allen Situationen. Zum Party machen braucht man natürlich was rhytmisches, tanzbares eben.
Zum Relaxen und Träumen nehme ich mir meine Auszeit mit Tony oder vergleichbare Musik (new age, ambient)
Was für Songs gehen garnicht? Gibt es Musik, die euch wild macht und selbst die tollste Party zunichte machen würde?
Volksmusik, Schlager, Boy- und Girlgroups (die meisten), Bohlen-Musik, Ballermann-Musik, Casting-Schrott und arabisch orientalische Sänger die Vokale bis zur gefühlten Ewigkeit in die Länge ziehen. Die Ausnahme bestätigt hier die Regel. Techno von heute gehört auch größtenteils in die Tonne. Don’t need such Dummbasses! Kein Vergleich zur guten EBM (vor allem aus den 80ern) 😉
Welchen Stellenwert hat Musik für euch? Nebenbeibeschallung oder wichtigstes Hobby?
Musik ist wie die Luft zum Atmen, manchmal Therapie, Seelenheiler und Stimmungsmacher. Musik ist die völkerverbindende Universalsprache. Musik ist überwiegend Hauptsache, weniger Hintegrund. Würde es von heute auf morgen keine Musik mehr geben, würde ich tot umfallen 😉
Was sind für euch die besten Wege, neue Musik zu entdecken?
Das Internet. Insbesondere das Internetradio (Streams), LastFM, Shoutcast und Magnatune.com. Vor allem suche ich „out of mainstream“, die unbekannten Künstler sind oft ehrlicher und authentischer.

Abrunden möchte ich diesen Beitrag mit der besten Huldigung an die Musik, die ich kenne:
Nosliw – Musik:

„Du warst schon lange da und du wirst immer sein, so lang die Luft deinen Schall trägt.
Du bist das Bindeglied das alle Welt vereint, was uns Schutz und Halt gibt.
Ich glaub‘ ich seh‘ dich schon als meine Religion an, aus der ich Kraft zieh‘ yeah.
Du baust mich auf und bringst mich durch ohne dass ich dir zur Last lieg’…“

Wie weit können wir gehen für unser Ego? fragt Nosliw

Es gibt sie noch im Land der Dichter und Denker: Deutsche Musiker, die gute Songtexte schreiben. Leider sind sie nicht so populär, wie die von den Medien übertrieben gehypten und von der Musikindustrie selbst gebackenen Boy- und Girlgroups, die nur nichtssagende, englischsprachige Tralala-Songs, unterlegt mit minimalistischem Einheits-Pop, visuell begleitet von überflüssigen Hampel-Choreografien, darbieten.
Nosliw dagegen schreibt gute, sozialkritische, deutsche Texte, trotzdem (oder vielleicht gerade deswegen?) wird er von Viva und MTV weitgehend ignoriert [1]. Hier ein Beispiel für einen sehr guten Liedtext, der aus dem Jahre 2004 stammt von dem Album „Mittendrin“. Die Worte haben bis heute nichts an Aktuallität verloren.

Nosliw – Wie weit


Direkter Link zum YouTube-Video

[Refrain] Wie weit könn‘ wir gehn‘ für unser Ego,
wie lange wird’s dauern bis nichts mehr geht und
wie vieles muss noch bluten und leiden,
bis nicht nur einige die Fehler endlich einsehn?
[/Refrain]
Wieviele Kriege um Gebiete,
wieviele sterben für Tradition und für Profite?
Wieviele rasten aus und rüsten auf und,
kämpfen mit vollem Hass und leerem Bauch,
Wieviele Menschen müssen fliehn‘ und
wieviele Regime foltern Widerstandsgruppierung?
Wie lange zwingen sie die Minderheiten auf die Knie,
aufgrund von Fascho-Ideologien?
Wieviele missbrauchen ihr Amt für Macht und
schürn‘ Angst zur Rechtfertigung von Überwachung?
Wieviel maschieren ein, beim selbst gemachten Feind
und die UN schaut zu, doch keiner fragt sich
[Refrain] Wie weit könn‘ wir gehn‘ für unser Ego?…
Wie oft zählt Quantität mehr als Bestand,
wieviel haben wir – wieviel die Wirtschaft in der Hand?
Und wieviel Konzernfusion, vernichten Arbeitslohn,
wieviel zählt die Familie, wieviel Börsenwertpapiere?
Wie lang, wie lang schon produziern wir Gifte,
wie lang schon wird garnichts erreicht auf Umweltgipfeln?
Wieviele Konventionen zu Gunsten von Onkel Sam,
wieviel Verantwortung bleibt bei den Mittellosen hängn‘?
Wie weit, wie weit könn‘ Menschen Dinge vereinnahmn‘,
die diese Welt in Jahrmillionen allein erreicht hat?
Wie weit schaun wir voraus für ihre Zukunft,
oder geht’s uns nur um uns allein?
[Refrain] Wie weit könn‘ wir gehn‘ für unser Ego?…
Oh wie weit, könn‘ wir noch gehn bis uns gar nichts mehr bleibt,
oh wie lang gibt es noch Luxus für die Engstirnigkeit?
Oh wie weit, wir sehn‘ die Zeichen doch vergessen die Zeit
Oh wieviel, begreifen es geht nicht allein um sie?
[Refrain] Wie weit könn‘ wir gehn‘ für unser Ego?…

[1] Wer braucht schon Viva und MTV?

Der Musiker Nosliw stellt die richtigen Fragen, die Politiker geben die faschen Antworten!