Mein Beitrag 10 Jahre nach NineEleven (9/11)

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Schweigen.

Blutbad

Winnenden. Ein 17-jähriger Mordläufer erschoss gestern 15 Menschen. Die Opfer und ihre Angehörigen tun mir unendlich Leid.

Im Anschluss an diese schreckliche Tat, begann der mediale „Amoklauf“: Berufsbetroffene Politiker aller Parteien heuchelten ihre Beileidsbekundungen in Mikrophone, bevor sie wieder zum realpolitischem Tagesgeschäft übergingen. Bald werden sie die Erweiterung des Präventivstaates fordern.
Die quotengeilen Medien überfluteten den Fernsehzuschauer mit „Brennpunkten“, „Extras“ und „Specials“. Sensationslüsternde Reporter schwärmten aus, schnappten wie die Piranhas nach jedem Informationsbrocken. Gefühle geschockter Angehöriger und Zeugen wurden zur Schau gestellt.

Ich habe gestern die Mattscheibe verdunkelt, die Proll-Box ausgeschaltet, konnte es nicht mehr ertragen,…
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War ja klar: Blut für Öl! – USA forcieren irakisches Ölgesetz

Gut kann ich mich noch an die Schlagwörter der Irakkriegs-Befürworter erinnern: „Befreiung des irakischen Volks von Saddam Hussein“, „Friedensmission“, „Kampf gegen den Terror“, „humanitäre Intervention“ [1] bla bla bla,… yadda yadda,…
So lauteten die „Argumente“ als Hauptbegründung für einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg. Und jetzt das hier:

„Zum ersten Mal seit 30 Jahren sitzen US-Ölkonzerne wieder da, wo sie immer hinwollten: Am Verhandlungstisch mit der irakischen Regierung. Es geht um nichts weniger als die weitgehende Kontrolle über Iraks riesige Ölvorkommen. Den Weg für Exxon & Co. hat die Bush-Administration schon bereitet. Die Gesetzesentwürfe für ein irakisches Ölgesetz tragen maßgeblich die Handschrift der US-Regierung: Keine Mindestbeteiligung der Iraker an den Erträgen bei weitgehender Kontrolle der Konzerne über die Ölfelder. Kurz vor dem Ende seiner Amtszeit lässt George W. Bush nichts unversucht: Selbst die Vertragsentwürfe über riesige irakische Ölfelder im Süden haben Regierungsberater aus Washington geschrieben.“ (Hervorhebung von mir)
(Quelle: Monitor webtv)

Soviel zu den „humanitären“ Absichten, der US-Regierung und ihren Verbündeten. Vielleicht wäre Raubzug die trefflichere Bezeichnung? Palin, die Vice-Kandidatin von US-Präsidentschaftsanwärter McCain, gab dem Irakkrieg sogar „göttliche“ Dimensionen, da wären dann wir wieder beim „Kreuzzug“. Es ist schon ein Kreuz mit den heuchlerischen Begrifflichkeiten. Am Ende bleibt mir nur anzumerken:
Lügen haben eben doch kurze Beine, die Wahrheit dagegen einen langen Atem,…

[1] Humanitäre Intervention, welch ein Wortkonstrukt! Wenn ich sowas im Zusammenhang mit Kriegen höre oder lese, legt das Essen im Magen den Rückwärtsgang ein! Leute, die sich solche Wortmonster ausdenken, trinken wahrscheinlich auch nach dem onanieren kaltes Wasser! Krieg ist vor allem Eines: Eine humanitäre Katastrophe!

Onanie eines kriegsgeilen Bloggers

Wenn ein scheinbar kriegsgeiler Blogger den mentalen Druck nicht mehr aushält, onaniert er seine geistigen Ergüsse in die Blogosphäre, der „Cumshot“ sieht dann so aus:

Wichtige Durchsage:
Da das Thema immer wieder aufkommt, hier noch mal für alle Irakkriegsgegner langsam und deutlich zum Mitschreiben:
Wer – gewollt oder ungewollt – durchschnittlich 50-150.000 Tote für einen unbegrenzten Zeitraum 10-20.000 Toten für wenige Jahre vorzieht, hat entweder ein massives Problem mit den Grundrechenarten oder aber er ist ein menschenverachtender, moralisch verkommener, heuchlerischer Drecksack.
Also legt verdammt noch mal KONKRETE Alternativen für den Sturz Saddam Husseins auf den Tisch oder haltet zu diesem Thema in Zukunft einfach die Klappe. Quelle: „No Blood For Sauerkraut“

Ich dachte „Dumm-Dumm-Geschosse“ sind völkerrechtlich verboten 😉
Das Wort Völkerecht ist im Sprachgebrauch der Neocons allerdings nicht sehr häufig anzutreffen.

Iraq Deaths Estimator
Mal abgesehen davon, dass der Irakkrieg auf einem Fundament aus Lügen & Manipulation basiert, erscheinen die Opferzahlen von 10-20.000 als Folge der U.S.-Invasion im Irak zugunsten der „Argumentation“ des „Kriegsbloggers“, zurechtgebogen und somit stark untertrieben. Die wissenschaftl. Studie (auf Grafik klicken) welche im britischen Medizinjournal „The Lancet“ veröffentlicht wurde, offenbart hier Zahlen von mittlerweile deutlich über 1Million Todesopfer. Die tatsächliche Opferzahl ist immer noch heftig umstritten, es gilt aber als höchstwahrscheinlich, dass es mind. mehrere Hunderttausend sein dürften, ganz zu schweigen von den Millionen Irakern, die aus ihrer Heimat fliehen mussten.

Wer mal einen wirklich guten Artikel zum Thema Irakkrieg lesen möchte, dem empfehle ich Der große Ruin. Das ist informativer, als das idiologisch einseitige Geschwurbel von „Paul Panzer“ 😉

Und nun eine Durchsage von einem Irakkriegsgegner:
Einzig und allein diejenigen, welche immer noch rein moralisch ethische Gründe für den Angriff auf den Irak vorschieben, sind menschenverachtende verkommene heuchlerische Drecksäcke. Gleichzeitig müssen sie sich fragen lassen, warum sich die ach so humanitär eingestellte U.S.- Regierung und ihre westl. Verbündeten, bei den Genoziden in Ruanda und Sudan, taub und blind gestellt haben.
Nein, wir Irakkriegsgegner halten nicht die Klappe sondern werden immer lauter!
Ende der Durchsage.

Gedanken zum WeltAIDStag

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Die Bewohner der reichen Industriestaaten sind aufgeklärt, haben die Entscheidungsfreiheit verantwortungsbewusst mit ihrer Sexualität umzugehen und entsprechend zu verhüten. Leider hat sich trotzdem Leichtfertigkeit eingeschlichen, denn es gibt Medikamente, die den Ausbruch des HIV-Virus um viele Jahre hinauszögern können und dadurch ein menschenwürdiges Leben ermöglichen. Dennoch: Die Krankheit bleibt unheilbar! Also: Take care!

Kann unsere Gesellschaft mit HIV-infizierten Menschen umgehen? Ich meine nein. Sie werden ausgegrenzt und geächtet, die Isolation ist beinahe ebenso schlimm wie die Infektion oder gar schlimmer! Die erkrankten Mitmenschen brauchen unserer volle Solidarität, unsere Liebe, Freundschaft, Integration und Hilfe, denn eins sind sie immernoch: Fühlende Menschen!

Nicht jeder hat die Möglichkeit sich zu schützen, ich denke dabei an die vielen Vergewaltigungsopfer, insbesondere in Kriegsgebieten. Im östlichen Kongo ist es derzeit besonders schlimm: Massenvergewaltigungen von Frauen und Kindern finden dort statt, begangen von „Pseudo-Rebellen“ in Wahrheit Verbrecher, sie tragen die „Uniform der Brutalität“. Wenn die Opfer den gewaltsamen Missbrauch überhaupt überleben, ist die Gefahr einer HIV-Infektion relativ groß. Wieder mal schaut die Weltgemeinschaft weg.

Eine Heilung dieser tödlichen Krankheit ist leider noch nicht in Sichtweite, ich habe zur Zeit wenig Hoffnung, weil die Menschheit mehr Forschung und finanzeille Mittel in die Vernichtung von menschlichen Leben steckt, anstatt in dessen Erhaltung. (Millitärmaschinerie, Atomwaffen etc.)

Ein paar traurige, nachdenkliche Worte zum Sonntag…