Toms Telegramm (10)

„Wie die EU Flüchtlinge tötet“ Ein lesenswerter Kommentar von Heribert Prantl in der Süddeutschen Zeitung:
-> Wie die EU Flüchtlinge tötet

Angstmache gehört zur politischen Strategie, die auch hierzulande immer wieder gerne angewandt wird, zum Beispiel indem die Tendenzen der Bevölkerungsentwicklung als Rechtfertigung dazu dienen, den Sozialstaat sturmreif zu schießen (Die INSM grüßt aus der Lobby). Professor Bosbach (hat meines Wissens nichts mit dem gleichnamigen CDU-Politiker zu tun) hinterfragt seit Jahren die Hintergrunddaten zum „demografischen Wandel“:
-> Gefährliche Zauberformel – Demografischer Wandel als Panikmache

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„Die verblödete Republik“

Wir, die sogenannten Durchschnittsbürger, werden massenhaft verblödet durch unsere Medien (vulgo: Qualitätsjournalismus), von der Wirtschaft und durch unsere Politiker. Desinformation, Halbwahrheiten, Märchen und hirnerweichendes Boulevard-Entertainment. Ein flächendeckender Großangriff auf unseren gesunden Menschenverstand. Die moderne Informationsgesellschaft, digitales Dauerfeuer im Multimedia-Gagaland, demnächst auch in Ultrahochauflösung (4K) auf jeder Matschscheibe.
Was zunächst wie eine Verschwörungstheorie klingt, wird plausibel, wenn sich der Rezipient mit dem Thema intensiver auseinandersetzt. Das folgende Hörbuch ist die ideale Vorlage. Nehmt Euch die Zeit, es lohnt sich, doch beeilt Euch, bevor die Verdummungsindustrie meldet: „Dieses Video ist in Deinem Land nicht verfügbar“

Der Berufstäuscher

Als er am Wasser steht, macht er eine werfende Handbewegung. Ausgehungerte Enten kommen quakend herbeigeflogen, weil sie glauben es gibt etwas zu Essen. Doch seine Hände sind leer. Er ist ein Täuscher, Politiker von Beruf.

Nothammer für das Internet

Internet-AlarmknopfDer Bund Deutscher Kriminalbeamter, die deutsche Version von Police Academy, sorgte bereits vor fast genau einem Jahr für landesweites kollektives Gelächter mit der Forderung nach einem Hauptschalter für das Internet, der bei drohender Gefahr betätigt werden soll, um das weltweite Computernetzwerk sofort abschalten zu können.  Am Mittwoch schlug der BDK einen Alarmknopf für das Internet vor, da soll der Nutzer dann draufdrücken, wenn ihm eine Webseite gefährlich, extremistisch oder nicht koscher vorkommt. Das ist so ähnlich wie im Aufzug, wenn der stecken bleibt, drückt man auch die Notruftaste. Nach dem Drücken des Internet-Alarmknopfes ertönt die beruhigende Stimme eines Internetpolizisten aus dem PC-Lautsprecher: „Bleiben sie ruhig, wir kommen gleich und holen sie raus, aus dem Internet! Ich schicke sofort eine Spezialeinheit“

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„Wirtschaftsflüchtlinge“

Da dieser Begriff aus dem Politsprech aufgrund der aktuellen Situation in Nordafrika momentan wieder häufiger missbraucht wird, ist die Zeit reif für eine Klarstellung. Unter „Wirtschaftsflüchtlinge“ werden pauschal und in zynisch menschenverachtender Art fälschlicherweise oft auch Menschen eingruppiert, deren einzige Perspektiven in ihrem eigenen Land Anomie, Armut, Elend und Krieg sind, die sich in ihrer ausweglosen Verzweiflung schweren Herzens entschließen ihre Heimat, Familie und Freunde zurückzulassen, um im „goldenen Westen“ eine bessere Zukunft zu finden. Dafür riskieren sie ihr Leben, indem sie die Überfahrt übers Meer auf einem seeuntüchtigen Seelenverkäufer wagen, nur um am Ende feststellen zu müssen, dass nicht alles gold ist was glänzt. Oftmals wird bei der Titulierung „Wirtschaftsflüchtling“ nicht zwischen Flüchtlingen im Sinne des UNHCR und „Wohlstandsflüchtlingen“ unterschieden.

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Urlaub mit unseren Politikern (2)

Einmal mehr wollen sich unsere Politiker volksnah zeigen und bieten ihren Bürgern erneut an, die schönste Zeit des Jahres, mit ihnen gemeinsam zu verbringen. Doch in diesem Jahr ist maximal ein Kurzurlaub drin, denn unsere Junta geliebte Regierung ist schwer im Stress, die Terminkalender bis zum Bersten gefüllt, daher ist die Sommerpause kurz, schließlich schreiben wir das Superwahljahr 2009. Reichlich Beton muss noch gegossen werden, für das Lügenfundament, unzählige leere Sprechblasen sind mit heißer Luft zu befüllen,…
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Warum (deutsche) Politiker twitteruntauglich sind.

Ein kurzer persönlicher Rant anläßlich des Politcamps vom 2.-3.Mai 2009:
Politiker haben die „Fähigkeit“ mit möglichst vielen Worten, möglichst wenig auszusagen. Aber bei Twitter ist genau das Umgekehrte gefragt. Politiker bei Twitter klingen meist wie PR-gesteuerte Phrasenautomaten. Darüber hinaus fragt man sich, ob sie überhaupt authentisch sind oder ob PR-Schreiber die lästige Arbeit verrichten. Grundsätzlich spricht nichts dagegen, wenn deutsche „Politikmacher“ von Barack Obama lernen und die neuen Kommunikationskanäle nutzen, um mit den Netzbürgern zu interagieren, doch das enthebt sie nicht von ihrer Pflicht den Arsch hoch zu kriegen und sich in die sogenannten „Problembezirke“ zu begeben, mit den Menschen dort persönlich zu sprechen, um ihre Sorgen und Nöte zu verstehen und ernst zu nehmen. Die gesellschaftlich Ausgegrenzten können sich die modernen Medien schlichtweg nicht leisten und sind so einmal mehr abgekoppelt.
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Burning and looting

Vor 3 Jahren brannten die Städte Frankreichs, nun brennt es nach Ausschreitungen in den griechischen Metropolen. Der Anlass für die aufflammenden Unruhen war der mutmaßliche Mord eines Polizisten, begangen an dem 15-jährigen Alexandros Grigoropoulos. Diese Tat eines offensichtlich Kriminellen in Polizeiuniform, war das Streichholz am Pulverfass, welches die aufgestaute Wut, bedingt durch tiefergehende soziale Probleme in der Gesellschaft, entfesselte.
Die Perspektivlosigkeit vieler, vor allem junger Menschen, auch in Griechenland, die deprimierende Erkenntnis sich immer weiter von dem zu entfernen, was in Europa als menschenwürdiger minimaler Lebensstandard definiert wird, sind offensichtlich der Grund für das „soziale Feedback“ was nun die Machtelite aus Politik und Wirtschaft als Quittung für ihr egoistisches unsoziales Handeln, erhält.
Internationale Pressestimmen:
Gewalt in Griechenland
Berner Zeitung:
Die beiden Polizisten wurden verhaftet und wegen Mordes sowie Beihilfe zum Mord angeklagt

This morning I woke up in a curfew, oh god I was a prisoner to.
Could not recognize the faces standing over me. There where all dressed in uniforms of brutality.
How many rivers do we have to cross, before we can talk to the boss?
All we had it seems we have lost, but we already have to pay the cost.
That’s why we burning and a looting tonight, burning all illusions tonight,…(Burning and looting – Bob Marley)