Fahnenschwenker

Das Bild ist eine Montage by tom aus Einzelbildern von „JamieSanford“, „genista“, „hoyasmeg“, „michaelramallah“, „quinn_anya“,“Beverly & Pack“, „thats“, „pete4ducks“ alle unter CreativeCommons-Lizenz.

People who enjoy waving flags don’t deserve to have one (Banksy)

Bild: Banksy

Some & Any

Casting bedeutet übersetzt „gießen“ und umschreibt u.a. das Gießen in eine Form wie z.B. das Bleigießen. So erklärt sich auch das Prinzip der Casting-Show Popstars. Gewinner ist, wer am besten in die von den Musik-Produzenten vorgegebene Form passt.

Die Pro7-Popfabrikanten, zuständig für Ware von der Stange, haben ihr neustes Produkt fertig. Der fantasielose Name des frisch gebackenen Pop-Duos lautet:
Some & Any
Vielleicht sollten die Popstars-Macher von Pro7 mal den Band-Generator probieren, damit kann es eigentlich nur besser werden.
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Paris Hilton for President? Meide die Popkultur!

John McCain, der republikanische Präsidentschaftskandidat – sein Name erweckt bei mir nur dann Symphatie, wenn ich ihn auf Tiefkühlpommestüten lese – verglich seinen Widersacher Barack Obama aufgrund seiner Auftritte mit Britney Spears und Paris Hilton. Bezeichnend, dass Johnny big Mouth nichts Besseres einfällt. Die Hotelerbin distanzierte sich darauf hin von beiden und brachte sich scherzhaft selbst als US-Präsidentschaftskandidatin ins Spiel. Das ist gar nicht so abwegig denn:

  1. Sie hat einen deutlich höheren IQ als der amtierende Präsident
  2. Sie sieht besser aus als die ausgeschiedene Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton
  3. Paris bräuchte als US-Präsidentin nur das zu tun, was sie am Besten kann und schon immer getan hat. Sich selbst zu inszenieren und vor Kameras und Mikrophonen reden. Die Fäden ziehen sowieso andere im Hintergrund, da bliebe alles wie zuvor.

Was lernen wir daraus? Politik im Micky Maus-Land ist Popkultur. Meide die Popkultur, dann geht’s Dir besser!

Obama in Berlin – Ein Realpolitiker in Gestalt eines Popstars?

Nach(t)gedanken zur Rede von Barack Obama am 26.09.2008 in Berlin:
US-Senator Barack Obama sprach, 200. 000 Menschen hörten zu. Dagegen bleibt jeder deutsche Politiker blaß. (Nein, nicht wegen der Hautfarbe!). Unsere „Volksvertreter“ schaffen es gerade mal ein Bierzelt zu füllen, aber auch nur wenn sie ihre Zuhörer mit Freibier abfüllen.
Barack Obama dagegen wird gefeiert wie ein Pop-Star. Wohlgemerkt, er ist noch nicht der US-Präsident und er hat bislang nichts weltbewegendes bewirkt. Er ist charismatisch, wirkt unverbraucht, vermarktet und verkauft sich gut, kommt bei den Leuten an. Ein Grund für die große Begeisterung in Deutschalnd ist zweifellos, dass man G.W.Bush und seine Politik seit Jahren wie ein Kloß im Hals empfindet, den man endlich ausspeien möchte.
Doch machen wir uns nichts vor: John McCain und Barack Obama sind die Präsidentschaftskandidaten, die jene Machtgruppen, welche hinter den Kulissen agieren, zugelassen haben. Könnte es auch ein berechnender Schachzug sein, ein neues Gesicht, einen afro-amerikanischen Präsidentschaftskandidaten nach Übersee zu entsenden, um den Europäern einen „Wind of Change“ in den USA zu suggerieren? Vielleicht ein gewagt aufgeschriebener Gedanke, aber man sollte nicht ernsthaft erwarten, dass unter dem Präsidenten Obama, die Vereinigten Staaten eine völlig neue Außenpolitik gestalten. Stattdessen fordert auch er mehr millitärische Unterstützung von Europa im „Kampf gegen den Terror“, wie es offiziell heißt. Seinen potenziellen Wählern zuhause, stellt er Steuersenkungen durch Einsparungen beim Millitärhaushalt in Aussicht. Daher weht der Wind.

Die USA werden vermutlich auch unter der Regentschaft des 1.Afro-Amerikanischen Präsidenten keine friedlichere Nation, vielmehr wird Europa zumehmend in globale gewaltsame Konflikte involviert. Sicherlich kann man mit Panzern und Raketen Mauern einreißen, aber die Mauern in den Köpfen der Menschen werden dadurch nur noch dicker und höher.

Anfänglich war ich ja auch von Obama begeistert, aber je größer der Hype um den „Popstar“ wird, desto skeptischer werde ich. Er ist weder ein Martin Luther King noch ein Nelson Mandela und John F. Kennedy ist überbewertet 😉
So befürchte ich nun, dass er nicht mehr als das kleinere „Übel“ im Vergleich zu dem „Kriegshelden“ McCain ist. Die Zukunft wird die Antwort geben. Die Hoffnung auf eine bessere Welt stirbt zuletzt…