Was Günter Jauchs Polittalk von Star Trek unterscheidet.

Ja, ich weiß, ich hatte es mir fest vorgenommen: Nie wieder Polittalk im Fernsehen. Doch gestern abend schwächelte ich, sagte zu mir selbst „Gib dem Jünter Jauch mal eine Chance“. Als ich unsere Bundeskanzlerin dort mit dem Lieblingsschwiegersohn der Nation sitzen sah, schwebte mein Daumen schon über der Fernbedienung, aber ich ließ „Mutti“ ausreden.

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Monrose hat fertig

Die Meldung ist mir nur wegen dieser Geschichte einen Blogeintrag wert:
Erfolglosigkeit. Mädchenband Monrose löst sich auf
Die lösen sich auf? Wie jetzt? Verdunsten oder verdampfen die Mädels? So heiß waren sie nun auch wieder nicht 🙂 O.K. ernster: Der Abgesang begann aus meiner Sicht schon vor über 2 Jahren. Das endgültige Aus kommt also keineswegs überraschend. Für eine Castingband sind 4 Jahre Bestand schon eine recht lange Zeit.

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Some & Any

Casting bedeutet übersetzt „gießen“ und umschreibt u.a. das Gießen in eine Form wie z.B. das Bleigießen. So erklärt sich auch das Prinzip der Casting-Show Popstars. Gewinner ist, wer am besten in die von den Musik-Produzenten vorgegebene Form passt.

Die Pro7-Popfabrikanten, zuständig für Ware von der Stange, haben ihr neustes Produkt fertig. Der fantasielose Name des frisch gebackenen Pop-Duos lautet:
Some & Any
Vielleicht sollten die Popstars-Macher von Pro7 mal den Band-Generator probieren, damit kann es eigentlich nur besser werden.
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Monrose, Selbsterkenntnis und die Kunst von heute

von Gastautor tiago

Durch diesen kleinen Beitrag von mir, entwickelte sich eine große kontroverse Diskussion. Tiago zeigte sich dabei besonders engagiert, deshalb biete ich ihm die Möglichkeit, seine Ansicht in Form eines eigenen Essays darzustellen:

Der Weg von den eigenen Vorurteilen zu eher objektiven Urteilen ist schwer, aber begehbar…

Um die herrschenden Differenzen in unseren Sichtweisen/konkreten Wahrnehmungen und ihren Ursprung herauszufinden, könnt‘ ich mal folgende Frage einwerfen: Von was hängt die eigene Meinungsbildung über ein Lied ab?

Wodurch entstehen die eigenen Eindrücke von „gut“ oder „schlecht“, „phänomenal“ oder „schrecklich“, noch konkreter – wieso möchte man einige Lieder mehrmals genießen(!) und andere einfach nicht beachten, einige andere sogar vergessen? Die Antwort wird nach dem Einführungsbeispiel angegangen. Sie ist aufgrund ihrer Komplexität etwas unstrukturiert gestaltet, aber als Gesamtes dennoch zu verstehen.

Einführungsbeispiel:

Zwei medienkritische eineiige Zwillinge haben im Normalfall die gleichen Vorlieben. Hören sie beide zusammen, an einem noch nie vorher gekannten Ort, ein noch nie vorher gehörtes Lied von einem unbekannten Sänger, dann werden sie höchst wahrscheinlich das Lied ähnlich wertschätzen. Hat eine von den Zwillingen aber eine hintergründige Erfahrung, z.B. über die Intentionen des Sängers, wird dadurch ihr kontextualer Gesamteindruck des Liedes umso mehr beeinflusst. Weiterlesen