„Was hat Multikulti je für uns gebracht?“

Neulich auf einer Pegida-Demo. Rund um den Veranstaltungsplatz sind Polizeiwannen stationiert. Die uniformierten Staatsbediensteten beäugen das Geschehen gelangweilt. Der Sprecher auf dem Podest redet vor einem kleinen Grüppchen Teilnehmer, die „besorgten Bürger“. Zunächst bedankt er sich für das zahlreiche Erscheinen, was bei einigen neutralen Beobachtern für lautes Gelächter sorgt. Doch der Pegida-Sprecher fährt unbeirrt fort, redet sich nach der Begrüßungsansprache richtig in Rage, das Oberlippenbärtchen zuckt vor Aufregung:

„Die Migranten, diese Kulturbereicherer, sie kamen hierher, nahmen uns alles, unsere Arbeit, unsere Frauen und nicht nur von uns, auch schon von unseren Vätern und von den Vätern unserer Väter…“ Der debil wirkende neben dem Sprecher auf dem Podest stehende Hilfseinheizer unterbricht:
„Und von unseren Vätern Vätern Vätern….“
„Rrrrichtig….und….“
„Und von unseren Vätern Vätern Vätern Vätern…“
„Das reicht! Noch genauer brauchen wir es nicht.“

Mittlerweile hatten sich noch ein paar Dutzend Neugierige unter die „besorgten Bürger“ gemischt.
„Was, frage ich Euch, was hat Multikulti je für uns gebracht?“

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„La Grande Nation“ und das doppelmoralische Genozid-Gesetz

Die französische Regierung plant noch im Januar ihr umstrittenes Genozid-Gesetz zu verabschieden. Der Gesetzentwurf sieht vor, die Leugnung von gesetzlich anerkannten Völkermorden zu ahnden. Die Türken regen sich auf, haben ihren Botschafter aus Frankreich abgezogen und drohen damit, die wirtschaftlichen und militärischen Beziehungen einzuschränken, nach meiner Meinung aus dem falschen Grund:

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Neujahrsansprache von Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Jahreswechsel 2009/2010. Hier der komplette Text:

Die Aufzeichnung der Neujahrsansprache für 2010 von Angela Merkel, wird zwar offiziell erst am Sylvesterabend ausgestrahlt, doch bevor die Bundeskanzlerin aus der Konserve zu ihrem Volk spricht, gibt es bei TOMS WOCHENSCHAU vorab schon den vollständigen Text der Rede:
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Politik und Realität. Müntefering live in Dortmund

Gestern schlenderte ich nichts ahnend durch die Dortmunder Fußgängerzone. Vor mir eine Menschentraube, die lautsprecherverstärkte Stimme, die mir entgegen wehte, kam mir verdächtig bekannt vor. Es war Franz Müntefering, der dort auf der Bühne der Arbeiterwohlfahrt, dekoriert mit rotem Schal, live performte. Ich sah ihn zum ersten Mal in der Realität, nun weiß ich dass er wirklich existiert. Er hatte sich schon warm geredet, gab Gas, nahm das Tempo wieder heraus, seine Worte sorgfältig ausgewählt, die überwiegend älteren Zuhörer applaudierten. Ja, reden das können sie.

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Obama in Berlin – Ein Realpolitiker in Gestalt eines Popstars?

Nach(t)gedanken zur Rede von Barack Obama am 26.09.2008 in Berlin:
US-Senator Barack Obama sprach, 200. 000 Menschen hörten zu. Dagegen bleibt jeder deutsche Politiker blaß. (Nein, nicht wegen der Hautfarbe!). Unsere „Volksvertreter“ schaffen es gerade mal ein Bierzelt zu füllen, aber auch nur wenn sie ihre Zuhörer mit Freibier abfüllen.
Barack Obama dagegen wird gefeiert wie ein Pop-Star. Wohlgemerkt, er ist noch nicht der US-Präsident und er hat bislang nichts weltbewegendes bewirkt. Er ist charismatisch, wirkt unverbraucht, vermarktet und verkauft sich gut, kommt bei den Leuten an. Ein Grund für die große Begeisterung in Deutschalnd ist zweifellos, dass man G.W.Bush und seine Politik seit Jahren wie ein Kloß im Hals empfindet, den man endlich ausspeien möchte.
Doch machen wir uns nichts vor: John McCain und Barack Obama sind die Präsidentschaftskandidaten, die jene Machtgruppen, welche hinter den Kulissen agieren, zugelassen haben. Könnte es auch ein berechnender Schachzug sein, ein neues Gesicht, einen afro-amerikanischen Präsidentschaftskandidaten nach Übersee zu entsenden, um den Europäern einen „Wind of Change“ in den USA zu suggerieren? Vielleicht ein gewagt aufgeschriebener Gedanke, aber man sollte nicht ernsthaft erwarten, dass unter dem Präsidenten Obama, die Vereinigten Staaten eine völlig neue Außenpolitik gestalten. Stattdessen fordert auch er mehr millitärische Unterstützung von Europa im „Kampf gegen den Terror“, wie es offiziell heißt. Seinen potenziellen Wählern zuhause, stellt er Steuersenkungen durch Einsparungen beim Millitärhaushalt in Aussicht. Daher weht der Wind.

Die USA werden vermutlich auch unter der Regentschaft des 1.Afro-Amerikanischen Präsidenten keine friedlichere Nation, vielmehr wird Europa zumehmend in globale gewaltsame Konflikte involviert. Sicherlich kann man mit Panzern und Raketen Mauern einreißen, aber die Mauern in den Köpfen der Menschen werden dadurch nur noch dicker und höher.

Anfänglich war ich ja auch von Obama begeistert, aber je größer der Hype um den „Popstar“ wird, desto skeptischer werde ich. Er ist weder ein Martin Luther King noch ein Nelson Mandela und John F. Kennedy ist überbewertet 😉
So befürchte ich nun, dass er nicht mehr als das kleinere „Übel“ im Vergleich zu dem „Kriegshelden“ McCain ist. Die Zukunft wird die Antwort geben. Die Hoffnung auf eine bessere Welt stirbt zuletzt…

Unser täglich Polit-Kaspertheater


Wenn unser oberster Grüßaugust, so die informelle Berufsbezeichnung unseres Bundespräsidenten, eine Rede in Berlin hält, hat diese Tatsache für mich in etwa die gleiche Relevanz wie das Platzen einer Bratwurst in Hamburg. Deshalb ist dieses Ereignis nicht einmal einen Blogeintrag wert, vielleicht sollte ich an dieser Stelle lieber über den täglichen Stuhl meines Wellensittichs referieren. Da ich aber keinen pfeifenden Federkleidträger habe, schreibe ich über den staatl. geprüften Händeschüttler, den allseits beliebten Horst Köhler. So kommt mein Weblog zu weiterem Katzencontent. Warum der Repräsentant Deutschlands laut Umfragen der beliebteste Politiker des Landes ist, bleibt für mich ein Rätsel. Aus meiner Sicht ähnelt er einer sprechenden Parkuhr, die bei Geldeinwurf neoliberale Phrasen ausspuckt.
Hier geht es zu seiner Rede am 17.Juni, also Vorhang auf für das Polit-Kaspertheater. Tri tra trulala…

Ursprünglich hatte ich mir vorgenommen einzelne Textpassagen herauszuheben und buchstäblich auseinanderzunehmen. Schließlich entschied ich, mir nicht den Sonntagabend zu vermiesen und mir etwas Ehrlicheres zu gönnen:
Die Neujahrsansprache aus dem Jahre [hier die Jahreszahl einsetzen] von Bernd dem Brot.
Zeitlich wirkt eine Neujahrsansprache im Juni deplaziert, aber sie zeigt exemplarisch wie man Köhlers Geschwurbel mit Bernd’s Worten zusammengefasst interpretieren Könnte:

Das Leben ist die Hölle in bunt.
Macht Euch keine Illusionen, es bleibt alles wie immer, nur schlimmer. Bleibt in Deckung und haltet immer nach dem nächsten Amboss Ausschau, der Euren Namen trägt.

Bernd das Brot – Die Neujahrsansprache

Direkter Link zum YouTube-Video

Horst Köhler, ein Bundespräsident, den keiner (außer der Wirtschaft) braucht. Er gibt sich bürgernah, ist aber meilenweit von den Sorgen und Nöten des Volks entfernt. Er zählt zu jener Politkaste, die sich in einer Blase isoliert von der Realität zu befinden scheint. Nicht Köhler, nicht Schwan sondern Bernd das Brot for President!

Überlege gerade, ob ich mir einen Wellensittich zulege,…aber Eines ist sicher: Ich bleibe in Deckung!