Maschinelle Monotonie

An irgendeiner Kasse bei irgendeinem Lebensmitteldiscounter an einem stinknormalen Tag

Kunde: (mit emotionsloser Stimme): „Hallo.“
Kassiererin: (mit emotionsloser Stimme): „Hallo.“
Scanner: (mit emotionslosem Ton): „piep, piep, piep,…“
Kunde: (mit emotionsloser Stimme): „Ich zahle mit Karte.“
Kassiererin: (mit emotionsloser Stimme): „Bitte Karte reinschieben, Geheimzahl eingeben, anschließend mit grüner Taste bestätigen.“
Kunde: (mit emotionsloser Stimme): „Auf Wiedersehen.“
Kassiererin: (mit emotionsloser Stimme): „Auf Wiedersehen. Schönen Tag noch.“
Nächster Kunde: (mit emotionsloser Stimme): „Hallo.“
Kassiererin: (mit emotionsloser Stimme): „Hallo.“
Scanner: (mit emotionslosem Ton): „piep, piep, piep,…“
Nächster Kunde: (hält wortlos EC-Karte hin)
Kassiererin: (mit emotionsloser Stimme): „Bitte Karte reinschieben, Geheimzahl eingeben, anschließend mit grüner Taste bestätigen.“
Kunde: (mit emotionsloser Stimme): „Auf Wiedersehen.“
Kassiererin: (mit emotionsloser Stimme): „Auf Wiedersehen. Schönen Tag noch.“

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Großstädtische Trostlosigkeit

Durch die thrombosegefährdeten Blutadern der Großstadt pulsiert träge das scheintote Leben. Verstopfung droht. Konsumgelenkte Komapassanten strömen durch die völlig überfüllten Einkaufspassagen. Ein ausgemergelter Straßenmusiker zupft apathisch an den Saiten seiner Gitarre. Vor ihm auf dem Boden der Pappbecher einer Fastfoodkette, der genauso leer ist wie sein Blick. Neben ihm ein Plakataufsteller, mit „Geil ist geil“ beschriftet, aus dem ein Boxkampfansager schwachsinnig grinst.

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