„Ein Flüchtling ist nicht mehr Mensch, sondern zu viel“ – Zwei Lieder ein Thema: Die Europäische Flüchtlingspolitik

Dieses Mal kommt mein Songtipp im Doppelpack daher. Die beiden Lieder haben nicht nur gemeinsam, dass sie turbogeil sind, sondern auch dass sie den aktuellen Friedensnobelpreisträger und seine Flüchtlings- und Asylpolitik kritisch besingen. Ein wichtiges Thema, gerade in einer Zeit wo Weihnachten vor der Türe steht und die Offiziellen in Europa auf allen Kanälen unsere christlichen Grundwerte betonen. Doch wo bleibt jene christliche Nächstenliebe, die bewirkt dass man hilfesuchenden Fremden mit menschlicher Wärme begegnet?
Die Texte der folgenden Songs machen mich jedenfalls nachdenklich, anders als jene Besinnlichkeits-Folklore mit der man derzeit allerorten zwangsbeschallt wird. Genug der Rede meinerseits, jetzt spricht die Musik und das mit starken Worten:

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Jobzigeuner

Ausbeutung2.0Sieht so die Zukunft von Arbeit aus? Als Jobzigeuner von einem Unternehmen zum nächsten zu tingeln? Ohne Festanstellung mit unsicherer Zukunftperspektive? Leih- und Zeitarbeiter oder Mietjobber sind nichts mehr als Arbeitnehmer 2.Klasse, sie leisten oft das Gleiche, haben aber weniger Rechte und erhalten geringeren Lohn.

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„La Grande Nation“ und das doppelmoralische Genozid-Gesetz

Die französische Regierung plant noch im Januar ihr umstrittenes Genozid-Gesetz zu verabschieden. Der Gesetzentwurf sieht vor, die Leugnung von gesetzlich anerkannten Völkermorden zu ahnden. Die Türken regen sich auf, haben ihren Botschafter aus Frankreich abgezogen und drohen damit, die wirtschaftlichen und militärischen Beziehungen einzuschränken, nach meiner Meinung aus dem falschen Grund:

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Das faule Ei des Monats für Theodor Elster

Der Uelzener Landrat Theodor Elster hat sich das faule Ei des Monats für folgendes Statement mindestens verdient:

Kinderarbeit mache Produkte billiger, und das sei ja der „entscheidende Wettbewerbsvorteil“, dozierte der CDU-Mann. Eine Verpflichtung, solche Zustände durch faire Beschaffung zu ändern, sehe er nicht: „So weit kann Bundestreue nicht reichen.“ Kinderarbei sei nicht schön, aber günstig.

Damit stellt er ökonomische Verwertung über Menschlichkeit, reduziert Kinder in sogenannten Entwicklungsländern auf Humanmaterial, welches gewinnoptimierend auszunutzen ist. Er lehnte den Antrag der Grünen ab, der beinhaltet, dass das Land Niedersachsen keine Produkte mehr aus ausbeuterischer Arbeit erwerben soll. Sind das die „christlichen“ Werte, die CDU-Mitglied Elster für seine Partei repräsentiert?

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Suizid in der Arbeitshölle

Die Arbeitsbedingungen bei der taiwanesischen Firma Foxconn, die in China produzieren lässt, müssen höllisch sein, einen Leidensdruck erzeugen, der so groß ist, dass sich in diesem Jahr bereits der 10.Mitarbeiter das Leben nahm. Dabei muss man wissen, dass es in der asiatischen Kultur als Schande gilt, wenn man den erwarteten Anforderungen nicht gerecht wird, gleichbedeutend mit einem Gesichtsverlust, der nicht selten im tragischen Suizid sein Ende findet.

Ein 19jähriger Mitarbeiter hat sich am Dienstag vom Dach des Produktionsgebäudes gestürzt. „Ich hab keine Fähigkeiten. Ich bekomme, was ich verdiene“, zitiert die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua aus dem Abschiedsbrief.

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Von Freiheit, Wurzeln und Bäumen

Freiheit – hat sie erst einmal Wurzeln geschlagen – ist eine Pflanze, die sehr schnell wächst. [ George Washington, amerikanischer General und 1.US-Präsident (1732-1799) ]

Was kann jemand wie der vielzitierte George Washington, der sich c.a. 300 Sklaven hielt, schon über Freiheit gewusst haben?

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Sozial ist, was Arbeit schafft?

Es ist beklemmend die Erosion des Wortes sozial zu beobachten, dessen Bedeutung der SPD bereits vor Jahren abhanden gekommen ist und dessen Deutungshoheit sich nun ausgerechnet jene anmaßen, die ideologisch irgendwo zwischen wirtschaftsnah und marktradikal verortet sind.

„Sozial ist, was Arbeit schafft“
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Todesursache: Überdosis Kapitalismus.

Dass es auch im 21.Jahrhundert immer noch Sklaverei gibt, ist traurige Realität und ich bin glücklicherweise noch nicht abgestumpft, deshalb werden mich derartig inhumane Missstände niemals kalt lassen. Es erschüttert mich immer wieder, wenn ich solche Meldungen lese:

Arbeiterin schuftet sich in Fabrik in Bangladesch zu Tode

Dhaka (AFP) — In einer für den deutschen Handelskonzern Metro produzierenden Textilfabrik in Bangladesch hat sich eine junge Frau laut einer Hilfsorganisation unter dem Druck ihrer Chefs zu Tode geschuftet. Die 18-jährige Fatema Akter sei im Dezember während ihrer Schicht tot zusammengebrochen, berichtete die US-Organisation National Labor Committee (NCL). Demnach musste das Mädchen an sieben Tage in der Woche 13 bis 15 Stunden in der Textilfabrik in der Hafenstadt Chittagong arbeiten und pro Stunde bis zu hundert Jeanshosen reinigen.

Im entmenschlichten Business-Sprech der sogenannten „Global Player“ anonymisiert man fühlende leidende Menschen wie Fatema Akter, man nennt sie nur „Human Resources“, aus denen bei minimalen Kosten die maximale Produktivität herausgeholt werden soll. Es kommt noch schlimmer:
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