Verbotene Ruinen – Graffiti, die vergängliche Straßenkunst (3)

Ich betrat eigentlich verbotenes Terrain. Die Verbotsschilder, die unmissverständlich vor dem Zutritt der zombiesierten Zone warnten, waren längst durch Sprayer unkenntlich und somit ungültig gemacht worden. Die dilettantisch errichteten Absperrungen konnten gewaltlos umgangen werden. Nun war ich mittendrin und spürte die leicht gespenstische Atmosphäre. Die Spuren des Brandes, der einen Großeinsatz der Feuerwehr auslöste, waren unübersehbar. Das rotgoldene Licht der Abendsonne gab den verfallenen einsturzgefährdeten Gebäuden einen leicht melancholisch-romantischen Anstrich. Ich schloss kurz die Augen und stellte mir vor, was sich wohl vor vielen Jahren hier abspielte.

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Graffiti, die vergängliche Straßenkunst (2)

Am Bolzplatz wird nicht nur gebolzt, gezündelt und heimlich geraucht (alles weitere will ich gar nicht wissen), sondern auch filigran gesprüht. Die Straßenkünstler mit der Spraydose blieben erneut nicht untätig und erklärten die Wand am gitterumzäunten Fußballfeld inoffiziell zur autorisierten Graffiti-Zone. Ein regelmäßiger Blick lohnt sich also, wenn man schöne Motive nicht verpassen möchte, schließlich ist Street Art schnell vergänglich.
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Graffiti, die vergängliche Straßenkunst

Es fällt mir schwer an einem guten Graffito vorrüberzugehen, ohne es abgelichtet zu haben. Streetart ist schnell vergänglich, daher sollte die Fotokamera möglichst in Reichweite und der Finger flink am Auslöser sein, denn schon morgen kann das Motiv entfernt oder übermalt worden sein. Am nahegelegenden Bolzplatz und rund um die benachbarte Skateboardanlage, ändert sich die Graffiti-Umgebung beinahe wöchentlich, anscheinend findet hier unter den Sprayern ein inoffizieller Wettbwerwerb statt, wobei die Kunstwerke ständig „gecrosst“ werden. Hier ein paar Exemplare, die mir persönlich am besten gefielen:

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Mein Favorit ist der lustige Schnorchler, der das Entsetzen in den weit aufgerissenen Glubschaugen trägt, als er  auftaucht und die Welt über der Oberfläche erblickt. Verständlich. Demnächst mehr davon in diesem Blögchen,…

Toms Telegramm (5) – Streetartfans aufgepasst!

Eine Premiere bei TOMS WOCHENSCAU, ein Fernsehtipp:

Am 25. März (also heute in 14 Tagen) um 21:50 läuft auf Arte eine Doku über Streetart mit dem Titel „THE EPHEMERAL REBELLION“.
Der Trailer macht vorab schon den Mund wässrig und schürt meine Ungeduld:

Für mich, als bekennender Fan von Streetart, die m.E eine der ehrlichsten Kunstformen darstellt, ein absolutes „must see“!
Nun noch zwei Lesetipps zum Thema Streetart: Meine Blognachbarin, die von mir hoch geschätzte Wortfeile, die in der virtuellen Welt gleich bei mir um die Ecke wohnt, hat einen sehr lesenswerten Artikel über den neuen Film des wohl weltweit bekanntesten Streetartist Banksy geschrieben, der am Ende noch mit weiterführenden Links abgerundet wird:
-> VEB Wortfeile: Abenteuer Street Art
Bei der „taz“ habe ich soeben einen sehr interessanten Streetart-Blog entdeckt. Beim ersten durchblättern stieß ich auf schöne Fotos von Graffiti aus Frankreich und Berlin. Bin mal gespannt, was sich dort noch alles ansammelt:
-> Fotoblog Streetart – taz

[update 27.03.2010]
Für alle, die die Sendung verpasst haben: In der Arte-Mediathek (Arte +7)  ist die Streetart-Doku ab heute noch 5 Tage verfügbar:
The Ephemeral Rebellion

Banksy rockt!

Bansky Maus Die Guerillia-Künstler von der Straße schätze ich sehr. Ich meine nicht die Hauswandbeschmierer, sondern jene Graffiti-Sprayer, deren Kunst oftmals eine subtile, teils politische, Botschaft enthält oder einfach nur witzig ist. Herausragend ist hier der geheimnisvolle „Banksy“ der hauptsächlich in London, aber auch in der restlichen Welt seine Visitenkarte hinterlässt. Auf FlickR gibt es reichlich Ablichtungen seiner Streetart zu bewundern. Ein paar meiner Favoriten habe ich mal hier eingestellt:

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