„Flüchtlingsgefühle“

Brand!Satz! – „Flüchtlingsgefühle“

Wen das nicht tief im Herzen berührt, der muss sich fragen lassen, wann und wo auf dem Lebensweg die Empathie verloren gegangen ist…

Schäumende Träume

Träume sind Schäume.

Beim Kampfsporttraining legt mich eine junge Amazone aufs Kreuz. Ich bin gar nicht im Kampfsportclub. Auf dem Weg nach Hause. Horst fährt. Verfolgungsjagd. Wir haben sie alle abgehängt! Wenn ich genauer darüber nachdenke, hat uns eigentlich niemand verfolgt.

Weiterlesen

„Ding Dong die Hex ist tot“

Durch den Tod von Margaret Thatcher erlebte ein Song, der bereits 1939 durch den Film Wizard of Oz berühmt wurde, ein Revival. Heute morgen stieg ‚Ding Dong the Witch is dead‘ neu auf 27 in die britischen ITunes-Charts ein. Die Verkäufe sind Teil einer Facebook-Kampagne mit dem Ziel das Lied von Judy Garland bis zur Nr.1 zu pushen. Quelle

Weiterlesen

R.I.P. Amy Winehouse

Soeben erfahre ich, dass Amy Winehouse heute gestorben ist. Diese Woche noch sah ich eine Doku auf Arte über Janis Joplin, die ebenfalls 27jährig, infolge ihrer Alkohol- und Drogensucht starb. Traurige Parallelen. Das Musikgeschäft ist knallhart und gnadenlos, viele zerbrechen am schnellen Ruhm und Geld, bleiben auf der Strecke oder verlieren ihr Leben.

Die Straße des Vergessens

Auf der letzten Etappe Deines Lebensweges wurdest Du von dieser brutalen heimtückischen Krankheit abgedrängt auf die Straße des Vergessens, die für Dich zum Asphalt des Leidens wurde. Deine Fähigkeiten, Deine Wahrnehmungen, Deine Erinnerungen, Deine Gedanken, alles was in der Summe die Persönlichkeit eines Menschen ausmacht, schwand langsam schleichend dahin wie das Signal einer Radiostation, von der man sich stetig entfernt, bis nur noch Sprachfetzen durchdringen. So sehr wünsche ich mir, dass meine letzte Botschaft „Ich hab‘ Dich lieb“ Dein, von Neurodegeneration stark getrübtes Bewusstsein, noch erreicht hat.

Als Du in mein Leben tratest, war es zunächst schwer zu akzeptieren, dass Du nun die Rolle meines leiblichen Vaters eingenommen hattest. Doch mit der Zeit lernte ich, dass Vaterschaft viel weniger genetische Verwandtschaft, als viel mehr liebevolle Besorgnis und verantwortliches Handeln bedeuten. Du hast soviel Wärme gespendet, nie ein Versprechen gebrochen, wir haben viel zusammen gelacht, ich verdanke Dir so viel. Nun bist Du nicht mehr da und die Welt erscheint grau und tränenreich. Dabei gäbe es noch so viel, was ich Dir sagen wollte,…

Gestern rannte ich gedankenverloren und orientierungslos durch die Stadt. Deine Stadt. Hier bist Du geboren, hier bist Du aufgewachsen, hier hast Du gelebt und gearbeitet, bist als Busfahrer durch jede Straße gefahren. Ich sehe Dich überall und nirgends, hoffe verzweifelt, dass Du um die nächste Ecke biegst und mir aus dem Bus lächelnd, freundlich zuwinkst, wie Du es früher oft getan hast. Sehnlichst wünsche ich mir, dass es einen Ort namens Himmel gäbe, an dem wir eines Tages alle wieder vereint sein werden. Du fehlst so sehr, dass es unglaublich weh tut. Mein Trost ist, dass Dein Leiden nun ein Ende hat und Eines ist sicher, auch wenn Du nicht mehr hier bist, bist Du doch da, denn ich werde Dich immer tief im Herzen bei mir tragen, Du bist mein Vater und wirst es immer sein,…

Mein Dank geht an alle, die ihn auf der Straße des Vergessens nicht allein ließen. Insbesondere an meine wunderbare Mutter, die ihm so viel Liebe gab, ganz besonders in den schwersten Stunden immer da war, ich weiß, dass er es bis zuletzt gespürt hat.

Was für ein Morgen, das Leiden hat ein Ende, Du hast einfach aufgehört zu atmen, bist friedlich eingeschlafen. Mit Liebe im Herzen und Tränen in den Augen winke ich Dir nach, doch ein Teil von Dir bleibt immer hier.

An alle da draußen, die ihr mehr oder weniger regelmäßig hier vorbei schaut: Schön, dass es Euch gibt, auch wenn ich Euch bislang nie leibhaftig begegnetet bin, haben wir uns doch getroffen. Ich hoffe ihr versteht, dass mir momentan nicht so sehr der Sinn nach bloggen steht, aber es geht bald weiter, irgendwie….vielleicht schon sehr bald, denn das Schreiben befreit auch die Seele.

Dauerdebatte Mindestlohn

Arbeitslosenquote und gesetzlicher Mindestlohn in der EU
Mindestlohn
Um das Thema Mindestlohn wird in Deutschland eine Dauerdebatte geführt. Die Gegner des gesetzlichen Mindestlohn, die meist aus dem Lager der Marktradikalen kommen, benutzen häufig das Gegenargument, dass Mindestlohn höhere Arbeitslosigkeit zur Folge hat. Ich habe mir mal die Mühe gemacht, die Arbeitlosenquote in allen EU-Ländern aufzulisten und tabellarisch darzustellen. Ebenfalls in der Tabelle links enthalten, sind die Mindestlöhne (Stundenlohn Brutto in Euro), die bereits in 20 EU-Ländern gesetzlich festgelegt sind!
Deutschland belegt in der Tabelle der Arbeitslosenquote einen unrühmlichen 20.Rang. Dabei ist noch zu berücksichtigen, dass unsere Statistik zurechtgebogen ist, denn c.a 1 Million Menschen in Umschulungsmaßnahmen, 1-Euro-Jobber und Erwerbslose über 58 Jahre sind nicht in der Arbeitslosenstatistik enthalten. Unsere Mainstreammedien steuern ihren Anteil hinzu indem sie die Arbeitslosenzahlen in der BRD dauerhaft tendenziös schönschwurbeln. Ob die anderen EU-Länder ebenfalls und in gleicher Weise ihre Statistik verfälschen, entzieht sich meiner Kenntnis.
Die Zahlen zeigen jedoch Eines ganz klar: Die Länder mit gesetzlich geregelten Mindestlohn weisen keine signifikant höhere Arbeitslosenquote auf!
Die Niederlande, Belgien, Irland und Großbritanien rangieren vor Deutschland trotz Mindestlohn. Den Nachweis, dass Mindestlohn höhere Erwerbslosigkeit produziert, bleiben seine Gegner also schuldig.
Österreich hat inzwischen beschlossen ebenfalls den Mindestlohn einzuführen. Das Einkommen dort soll zukünftig mindestens bei 1000 Euro monatl. (Vollzeitbeschäftigung) liegen.
Die (neoliberalen) Befürworter des Niedriglohn fordern das sogenannte Mindesteinkommen, welches erreicht wird wenn der Hungerlohn, den der Ausbeuter Arbeitgeber zahlt, vom Staat steuergeldfinanziert auf Existenzminimum aufgestockt wird. Dieser Vorschlag ist eigentlich widersprüchlich, denn gerade die Marktradikalen pflegen doch die Philosophie, das staatliche Eingriffe in den freien Markt möglichst zu vermeiden sind. Einen größeren Einfluss seitens des Staates, als durch subventionierten Niedriglohn gibt es wohl kaum.
Einer der prominentesten Mindestlohn-Gegner, Prof. Sinn, Pop-Ökonom, Wirtschaftslobbyist und Preisträger , der häufig eine Plattform bei den Boulevardmedien bekommt, wird von den pseudoreligiösen Gläubigen an die „unsichtbare Hand des Marktes“ als Top-Experte für Ökonomie gefeiert. Es mag ja sein, dass der Herr Professor auf seinem Gebiet eine Koriphäe ist, was jedoch seine soziale Kompetenz angeht, würde ich einen Schimpansen höher einschätzen. Er ist m.E. ein Schwurbler vor dem Herrn, der sich selbst gerne reden hört. Das größte Problem in der Argumentation der Marktliberalen sehe ich in der Tatsache, dass sie alles der Wirtschaft unterordnen.
Die Gesellschaft, das menschliche Miteinander funktioniert nicht ausschließlich nach den Gesetzen der Marktwirtschaft, denn diese kennen weder Ethik noch Moral. Sind das nicht die Attribute die den Menschen u.a. vom Tier unterscheiden? Der entfesselte unreglementierte Raubtierapitalismus erinnert mich eher an die Gesetze der Natur. Hier zählt die Macht des Stärkeren. Fressen und gefressen werden.
tomswochenschau meint: An 1.Stelle ist der Mensch maßgebend, nicht die Marktwirtschaft!
Haben Hans-Werner Sinn und Konsorten auch nur eine geringste Ahnung, wie der Alltag eines Menschen aussieht, der zu Niedriglohnbedingungen arbeiten muß? Sicher nicht. Der „Chef-Ökonom“ ist ein großartiger Theoretiker, aber das Leben findet nicht auf dem Papier statt, sondern auf dem rauhen Boden der Realität! Das Dasein eines Hungerlöhners ist hart. Soziale Ausgrenzung, Armut, Depression. Keine Altersvorsorge, kaum Einzahlungen in die Sozialkassen, keine Perspektive, keine Zukunft.
Sicherlich ist der gesetzliche Mindestlohn kein Allheilmittel zur Armutsbekämpfung. Die weitere Umverteilung von Arm nach Reich muß dringend gestoppt werden! Der Mindestlohn wäre ein Schritt in die richtige Richtung, allerdings wären weitere Maßnahmen erforderlich.

Zitate, die passend den Artikel abrunden:

„Die Forderung eines Mindestlohns ist im Prinzip ein Armutszeugnis für die Unternehmer, denn wenn ich als Unternehmer über einen Mindestlohn gezwungen werden muß, dem Mitarbeiter einen gerechten Lohn zahlen zu müssen, dann habe ich ihn ausgebeutet“

Wolfgang Grupp, Inhaber und Geschäftsführer des Textilherstellers Trigema, gesendet auf Deutschlandradio am 12. März 2008.

„Unternehmen, deren Existenz lediglich davon abhängt, ihren Beschäftigten weniger als einen zum Leben ausreichenden Lohn zu zahlen, sollen in diesem Land kein Recht mehr haben, weiter ihre Geschäfte zu betreiben.“

Franklin D. Roosevelt

Quellen:
EUROSTAT (Arbeitslosenquoten aus Dänemark, Italien, Griechenland, Rumänien und GB sind von Dez.2007 die restlichen von Februar 2008 )
Wirtschaftliches Sozialwissenschaftliches Institut (Gesetzlich geregelter Mindestlohn, Zahlen auf dem Stand von September 2007)

Smoking kills – Rauchen ist tödlich

Rauchen tötet, warnst Du auf den Zigaretten,
doch willst du ernsthaft Leben retten?

smoking_kills.gif

Am Export von Krieg verdienst Du gerne,
sag, wieviel Leben nahmst Du in der Ferne?
Auf Deine Worte kann man die Zukunft nicht bauen,
wem können wir heute noch vertrauen?