Toms Telegramm (9)

„Tom, Du hast schon über einen Monat nichts in dein Blog geschrieben.“
„Nein!“
„Doch!“
„Oh.“

Passiert ja auch nichts Neues. Hier ein paar Beispiele von „nichts Neues“:

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Ich lebe in einem Land,…

wo einer Kassiererin, die Pfandbons im Wert von 1,30 € unterschlägt, gekündigt wird, wo Politiker befürworten, dass „Hartz4-Betrüger“ auf Facebook gejagt werden, während einem Steuerhinterzieher, der als Präsident des FC Bayern München immer noch im Amt ist, der den Staat um einen Betrag im Millionenbereich geprellt hat, öffentlich vor Millionenpublikum von der Bundeskanzlerin höchstpersönlich die Hand geschüttelt wird. Deutschland ist nebenbei, laut einer BBC-Studie das beliebteste Land der Erde. Ich lebe in einer verkehrten Welt.

15. Oktober oder Revolution ist da, wo draußen ist

Was meine Hoffnung nährt ist, dass jede negative Entwicklung eine Gegenbewegung hervorruft. Widerstände in Griechenland, soziale Proteste in Israel, Demonstrationen in Spanien, Occupy Wallstreet  weitet sich in den USA zunehmend aus. Hier eine imposante Bildstrecke. Was zaghaft und vereinzelt begann, nimmt nun allmählich Fahrt auf und  globale Dimensionen an. In vielen Städten auf der ganzen Welt gehen Menschen auf die Straße, gegen die Finanzmarktdiktatur, gegen das korrupte System, gegen Sparzwänge und damit einhergehende Sozialkürzen, für mehr Verteilungsgerechtigkeit, für eine bessere Welt in der wieder wahre Werte zählen, die nicht an der Börse gehandelt werden. Veränderung kann man nicht bloggen und twittern, nicht einmal mehr wählen, sie findet außerparlamentarisch, also draußen statt. Am 15.Oktober, kommenden Samstag sollten wir aus dem Haus gehen und jenen 1%, deren Handeln von Verantwortungslosigkeit und Raffgier geprägt ist, welches steigende Arbeitslosigkeit und zunehmende Armut bewirkt, das angemessene soziale Feedback geben. Friedlich und gewaltfrei, denn wir sind nicht wie sie, wir sind die 99%…

It’s time for global change! (Version für den deutschsprachigen Raum)

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Finanzkrise – Täglich grüßt der Pleitegeier

Die Finanzkrise in den USA droht einen weltweiten Flächenbrand auszulösen. Eine Investment-Bank nach der anderen kollabiert. Wie war das noch? Der Markt regelt alles? Zumindest solange bis der Staat mal wieder eingreifen muss. Einige Finanzexperten sprechen bereits von einer drohenden weltwirtschaftlichen Rezession. Das alles sind Dimensionen, die der kleine Mann kaum noch erfassen kann. Auch ich muß eingestehen, dass ich nicht viel davon verstehe, obwohl ich selbst permanent in einer Finanzkrise stecke. Ich kann nicht wirklich gut erklären was Investment-Banking, Shareholder-Value, Hedge-Fonds oder ein Portfolio ist. Ich weiß eher, was ein leeres Portemonaie ist und ich weiß, dass ich aufgrund der aktuellen Schreckensmeldungen zu diesem Thema, ein mulmiges Gefühl in der Magengegend habe. Das scheint vielen anderen ähnlich zu ergehen. 30% der Deutschen würden am liebsten ihr Geld von der Bank abholen, weil sie nicht mehr glauben, dass es dort sicher ist. Nun, bei mir gäbe es da nicht viel abzuholen. Bevor der große Crash kommt, sollte ich mich vielleicht schon mal mit der Landwirtschaft vertraut machen oder bei Öff-Öff in die Lehre gehen…

Doch Eines ist mir klar. Geld wird nicht verbrannt oder vernichtet, wie vielfach plakatiert wird, sondern umverteilt! Hier sollte man die Frage stellen:
Wer profitiert davon?
Wir wollen ja schließlich nicht, dass nach der Revolution die falschen Leute an den Laternenpfählen baumeln, oder?