„Wirtschaftsflüchtlinge“

Da dieser Begriff aus dem Politsprech aufgrund der aktuellen Situation in Nordafrika momentan wieder häufiger missbraucht wird, ist die Zeit reif für eine Klarstellung. Unter „Wirtschaftsflüchtlinge“ werden pauschal und in zynisch menschenverachtender Art fälschlicherweise oft auch Menschen eingruppiert, deren einzige Perspektiven in ihrem eigenen Land Anomie, Armut, Elend und Krieg sind, die sich in ihrer ausweglosen Verzweiflung schweren Herzens entschließen ihre Heimat, Familie und Freunde zurückzulassen, um im „goldenen Westen“ eine bessere Zukunft zu finden. Dafür riskieren sie ihr Leben, indem sie die Überfahrt übers Meer auf einem seeuntüchtigen Seelenverkäufer wagen, nur um am Ende feststellen zu müssen, dass nicht alles gold ist was glänzt. Oftmals wird bei der Titulierung „Wirtschaftsflüchtling“ nicht zwischen Flüchtlingen im Sinne des UNHCR und „Wohlstandsflüchtlingen“ unterschieden.

Weiterlesen

Unrechtstaaten und Heuchelei

Wenn sich die Partei „die Linke“ nicht endgültig, verbindlich und schriftlich vom seit mehr als 20 Jahren nicht mehr existenten Unrechtsstaat DDR distanziert, muss sie vom Verfassungsschutz nicht nur beobachtet, sondern verboten werden! Auch wenn der Begriff „Unrechtsstaat“ eher schwammig definiert ist, eines ist jedoch klar wie Hühnersuppe: China und Russland können keine Unrechtsstaten sein, von dessen Regierungen sich ein führender deutscher Politiker öffenlichkeitswirksam distanzieren müsste. Merke: Staaten mit denen die BRDemokratie gute diplomatische und wirtschaftliche Beziehungen unterhält, sind niemals Unrechtstaaten! Das gilt insbesondere für Staaten des demokratischen Westens. Punkt.

Bezness, Sextourismus und der „westliche“ moralische Zeigefinger

Beziehung plus Business gleich Bezness
Bezness ist eine Wortschöpfung, die sich aus Beziehung und Business zusammensetzt. Hierbei wird tiefe Zuneigung zum Zwecke finanzieller Vorteilnahme vorgegaukelt. Oft spielen auch die Verbesserung des sozialen Status oder Macht eine Rolle. Der geschäftliche Charakter dieser „Beziehung“ ist dabei nur einer Seite bekannt. Bezness ist so alt wie die vorgetäuschte Liebe selbst.

Soziale Phänomene, wie Armut bereiten den Nährboden, daher kommt Bezness in Afrika, Asien, in der Karibik und Südamerika häufiger vor, als in anderen Regionen der Welt, auch orientalische Urlaubsländer wie beispielsweise Ägypten, Tunesien und die Türkei sind betroffen. Opfer sind hier meist Touristen aus „westlichen“ Staaten, zumal es viele vor der Abreise nicht für nötig halten, sich über die Gegebenheiten in den jeweiligen Urlaubsländern zu informieren, stattdessen aber jede Menge Naivität und Leichtsinn im Handgepäck mitführen.

Bezness ist entgegen zahlreichen Berichten, die einen anderen Eindruck erwecken (wollen), nicht einem bestimmten Kulturkreis oder einer Volksgruppe zuzurechnen, sondern global und kulturübergreifend. Auch in der sogenannten „westlichen Welt“ gibt es die scheinamourösen Annäherungen, die letztlich nur auf Geld abzielen. Wenn zum Beispiel aufgestylte Modepüppchen sich auf VIP-Parties einen reichen Millionär angeln wollen oder Heiratsschwindler einsame reiche Witwen abzocken, ist das nichts anderes als Bezness, denn es ist das selbe Prinzip. Ob auch deutsche Politiker wie z.B. der ehemalige SPD-Chef Franz Müntefering eventuell ein Bezness-Opfer ist, lasse ich mal dahingestellt 😉

Weiterlesen

Über Geld spricht man nicht

Ich werde das nie vergessen. Eines Tages setzte sich mein Kumpel neben mich. Er stammt aus Leipzig und hatte kurz vor der Wende „‚rübergemacht“ wie man in Sachsen zu sagen pflegt. Er schob mir ein Stück Papier herüber und sagte:

Ich weiß, bei Euch im Westen ist es nicht üblich, dass man sich den Lohnstreifen zeigt, aber gucke mal was ich letzten Monat verdient habe

Ich war für einen Augenblick sprachlos. Er hatte Recht, bei „uns im Westen“ macht man eher ein großes Geheimnis darum, wie hoch das eigene Einkommen ist.
Hier spricht man nicht übers Geld, entweder man hat es oder man tut so, als ob man es hat,…

Die Wohlstandsfestung – A wallet world

Die Berliner Mauer ist Geschichte, eine Geschichte aus der man offenbar nicht viel gelernt hat, denn die sogenannte „westliche Welt“ baut die Mauern ihrer Wohlstandsfestung immer weiter aus. Das Vorgehen gegen die Flüchtlinge, die verzweifelt dem Elend im eigenen Land zu entfliehen versuchen, ist brutal und menschenverachtend. Mauern, Zäune und bewaffnete Patrouillen grenzen diejenigen aus, von dessen billiger Arbeitskraft wir profitieren, deren Rohstoffe wir  importieren, deren Diktatoren wir alimentieren, deren Kriege wir finanzieren, deren Leid wir ignorieren.

Weiterlesen