TOMS WOCHENSCHAU TV – An der Ruhr (HD)
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Am Wochenende hat auch die FDP ihren Bundesparteitag in Nürnberg abgehalten. Bundesparteitage sind parteiübergreifend politische Selbstbeweihräucherungsparties. Dieses Jahr sind sie auch Anlass, die Wahlk(r)ampfstrategie für die kommende Bundestagswahl festzulegen, mit den Sorgen und Nöten der Bürgerinnen und Bürger im Lande haben sie kaum etwas zu tun.
Philip Rösler, seines Zeichens amtierender Wirtschaftsminister und FDP-Vorsitzender, hat das Beinchen gehoben und das politische Revier seiner Partei markiert. Ja, jener Philip Rösler, der postulierte, dass es Deutschland noch nie so gut ging, wie heute. Das geht natürlich leicht von den Lippen, wenn der Kopf über der Wolkendecke schwebt und man anstatt der alltäglichen grauen Tristesse des Alltags nur das Blaue sieht.
Und das soll kein Staatsbegräbnis gewesen sein? Mit viel Pomp und militärischen Ehren wurde Margaret Thatcher zu Grabe getragen. Die Beerdigung “all inklusive” soll 10 Millionen Pfund gekostet haben. Selbst nach ihrem Ableben liegt die knallharte Sozialreformerin dem Staat schwer auf der Tasche. Noch zu ihren Lebzeiten hatte sie ihre eigene Trauerfeier detailgenau geplant. Anstatt einer selbst inszenierten posthumen Glorifizierung, hätte sie sich verbrennen und ihre Asche auf dem freien Markt verstreuen lassen sollen, das wäre ehrlicher und symbolträchtiger gewesen, hätte ihr politisches Wirken wirklichkeitsnäher zum Ausdruck gebracht.
Science Fiction (?)
Zweimal falsch abgebogen, dann die Orientierung verloren, schließlich hoffnungslos verlaufen. Ich, allein, fern von zu Hause, wo mein vergessenes Handy lag. Ich, der die Beschaulichkeit ländlicher Idylle liebte, in der fremden hektischen Großstadt, mitten auf einem riesigen Platz, der vermutlich das Zentrum darstellte. Das sollte kein Problem sein, da waren ja so viele Menschen, die ich nach dem Weg fragen konnte. Hilfesuchend sah ich mich um. Die nette junge Dame dort könnte ich fragen. Als ich mich näherte, um mich von ihr auf den richtigen Pfad leiten zu lassen, sah ich dass sie durch ihre Ohrhörer akustisch von ihrer Umwelt entkoppelt war. Ich wechselte die Richtung, blickte mich um. “Der junge Mann, der da drüben bequem auf der Bank im Schatten eines Hagebuttenbeerbaumes herumlümmelte, könnte mir vielleicht den Weg weisen” dachte ich.
“Unsere” Bundesregierung zimmert fleißig weiter am Überwachungsstaat 2.0. Stichwort: Bestandsdatenauskunft. Fordern die mich gerade dazu auf, die Accounts meiner elektronischen Postfächer und Online-Präsenzen via Anonymisierungsserver zu verwalten? Und warum sagt der Westerwelle jetzt nicht, dass das zu viel DDR ist? Innenminister Friedrich nutzt derweil die schrecklichen Bombenanschläge in Boston, um unermüdlich darauf hinzuweisen, wie angespannt die Sicherheitslage in Deutschland ist. Was daraus folgt, wissen wir,…
Parteitage werden abgehalten und Wahlkampfstrategien festgelegt. Mit anderen Worten: Es kommt die Zeit des flächendeckenden Brain-Bombing, die Bevölkerung wird mit platten Parolen unter Dauerfeuer genommen. Ich glaub’ es geht los, Zeit den mentalen Schutzschirm zu aktivieren.
Die sPD eröffnet mit dem zynisch-dümmlichen Slogan “Das Wir entscheidet” Dieser Spruch ist von einer Leiharbeitsfirma kopiert, was wiederum das Gesamtbild von den Agenda-Sozen abrundet. Der klassische Schuss ins eigene Knie
Unsere Staatsmann-Attrappe Außenminister Westerwelle hat sich auch schon daran abgearbeitet.
Knapp eine Woche nachdem die “große Enthüllung” über gigantische Geldtransfers stinkreicher Steuerbetrüger an den Finanzämtern vorbei in sogenannte Steueroasen publik wurde, eröffnete man die Jagdsaison auf die “Hartz4-Empfänger”. Da hat der “Herr Zufall” gutes Timing bewiesen, nicht dass der Terminus “Sozialschmarotzer” in der breiten Öffentlichkeit mit unseren “Leistungsträgern” assoziiert wird, wo kämen wir denn da hin?
Durch den Tod von Margaret Thatcher erlebte ein Song, der bereits 1939 durch den Film Wizard of Oz berühmt wurde, ein Revival. Heute morgen stieg ‘Ding Dong the Witch is dead’ neu auf 27 in die britischen ITunes-Charts ein. Die Verkäufe sind Teil einer Facebook-Kampagne mit dem Ziel das Lied von Judy Garland bis zur Nr.1 zu pushen. Quelle
Irgendeine übereifrige Mitarbeiterin bei der Arbeitsagentur muss wohl in ihrer Arbeitszeit Freizeit bei YouTube herumgesurft und meinen TV-Kanal entdeckt haben. Wie dem auch sei, jedenfalls hatte sie mir einen Jobsuchenden vorbei geschickt, obwohl ich keine Stellenanzeige ausgeschrieben hatte. Als es vorgestern, also an einem Samstag, an meiner Studiotür klopfte, war ich doch sehr verwundert. Wer konnte das jetzt sein? Sekunden später stand ein arbeitsloser Kamera-Assistent im Raum, der sich bei mir für ein halbjähriges Praktikum bewarb. Da fielen mir vor Schreck zwei Eier auf dem Boden, ich war nämlich gerade dabei, die Sendung “Ostereier färben in 5 Sekunden zu produzieren¹”.
Das offizielle Tanzverbot zu Ostern ist den Schneeflocken ebenso egal wie mir. Locker und leicht, der Schwerkraft trotzend, tanzen sie vor meinem Fenster. Dort wo sie sich niederlassen, lösen sie sich auf, ähnlich wie die Verbindlichkeit religiös motivierter Spaßverbote. Let’s dance, heißt mein Motto, doch ziehe ich momentan den Schneeblues vor, verbunden mit der Sehnsucht nach der baldigen Ankunft des Frühlings. In diesem Sinne, Frohe Osterfeiertage! Ich lasse sie langsam vorbeiziehen…
TOMS WOCHENSCHAU TV: Schneeblues – Warten auf den Frühling