„Dieser Artikel könnte Ihnen gefallen“: Amazon und Ausbeutung

Ausbeutung2.0Die lausigen Arbeitsbedingungen bei Internet-Versandgroßhändlern sind hinreichend bekannt, keine Neuigkeit. Fast jeder weiß, dass dort überwiegend Leiharbeiter unter immensen Leistungsdruck für einen Hungerlohn, der kaum zum Leben reicht, ausgebeutet werden. Trotzdem ließ die kürzlich ausgestrahlte ARD-Doku „Ausgeliefert – Leiharbeit bei Amazon“ die Wellen der Empörung so hoch schlagen, dass sie schließlich in diversen sozialen Netzwerken in heftige Shitstorms mündeten. Viele Nutzer riefen dazu auf, Amazon zu boycottieren. Aufgebrachte Twitterer hackten Wut-Tweets in ihre Kindle-Tablets. Sogar in China wurde kritisch über diese Missstände auf dem deutschen Arbeitsmarkt berichtet. In China!  Vielleicht war die H.E.S.S-Security, die die Leiharbeiter in ihren bescheidenen Unterkünften kontrollierte und schikanierte, deren Personal verdächtig ist der rechtsextremen Szene zugehörig zu sein, der überspringende Funke, der den Sturm der Entrüstung entfachte.

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Was Günter Jauchs Polittalk von Star Trek unterscheidet.

Ja, ich weiß, ich hatte es mir fest vorgenommen: Nie wieder Polittalk im Fernsehen. Doch gestern abend schwächelte ich, sagte zu mir selbst „Gib dem Jünter Jauch mal eine Chance“. Als ich unsere Bundeskanzlerin dort mit dem Lieblingsschwiegersohn der Nation sitzen sah, schwebte mein Daumen schon über der Fernbedienung, aber ich ließ „Mutti“ ausreden.

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Blogger-Bashing in der Seifenoper

Wer hat denn dieses Stück Rollentext für die ARD-Endlos-Fernsehserie „Verbotene Liebe“ ausgebrütet?

„Kennst du das neue Wort für Langeweile? Bloggen. Kein Thema zu dem es nicht einen Blog gibt. Kein Thema zu dem nicht jeder meint seine Meinung kundtun zu müssen. Die Leute haben einfach zuviel Zeit. Guck dir mal an worüber sie sich im Internet das Maul zerreißen… […]
Quelle: ARD mediathek (ab 5:00)

Der Schauspieler, der eine Flasche spielt, ist dann wohl die „Message in a bottle“ die dem TV-Glotzer seifenoperverpackt geschickt wird. Schon interessant in welch vielfältiger Form unsere Mainstreammedien meinungsbildend tätig sind. Es wäre übrigens nicht das erste Mal, dass Lobbyisten ihre Botschaften in Seifenopern lancieren. Beim „Marienhof“ zum Beispiel:

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Warum ich Anne Will, Sandra Maischberger und Frank Plasberg nicht mehr schaue

Als mündiger Bürger sollte man sich politisch bilden. Doch am Ende der Talkshows über Politik und Gesellschaft bin auch nicht schlauer, eher wütender. Schon in den Vorankündigungen zu den Sendungen wird durch die Auswahl der Gäste die Richtung vorgegeben, sozusagen eine ideologische Vorselektion. Fernsehen als Meinungsverstärker. Selten wird jemand eingeladen, dessen Gesicht noch nicht von Fernsehkameras abgenutzt ist und keine der üblichen populären Thesen vorbringt.
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TV-Treated – Amoklauf und Killer-Fernsehen

tv-treated

Ankündigung des Amoklaufs von Winnenden nur ein Fake?!

HAHAHA Wenn sich das letztendlich als wahr herausstellt, ist es ein Armutszeugnis für unseren „Qualitätsjournalismus“. Gerade auch auf NTV gefunden:

Tim K. hat seinen Amoklauf womöglich doch nicht vorab im Internet angekündigt. Die Annahme der Ermittler, die Ankündigung der Bluttat in einem Internet-Chat sei auf dem Computer des 17-Jährigen geschrieben worden, habe sich als falsch herausgestellt, sagte ein Sprecher der Polizei Waiblingen am Abend. Es gebe derzeit keinen Beweis, dass Tim K. diesen Eintrag selbst verfasst habe. […] weiterlesen

Alle sind sie darauf hereingefallen. Jeder Fernsehsender hat in seinen Hauptnachrichtensendungen darüber berichtet, dass der Amoklauf von Winnenden zuvor in einem „Chatroom“ angekündigt wurde. Weiterlesen

Terrorists inna city!

Gestern sah ich auf ARD die „Terroristenjagd im Sauerland“. Ein wesentliches Detail ließ die sogenannte „Dokumentation“ allerdings weg: Ein mutmaßlicher Kontaktmann des US-Geheimdienstes CIA spielte bei der Attentatsvorbereitung eine größere Rolle. Er soll sogar der Kopf der „Sauerland-Zelle“ gewesen sein. Diese wichtige Information, schon seit Wochen bekannt, ließ die „ARD-Doku“ unter’m Tisch fallen, obwohl (oder weil) sie die mysteriöse Story wie eine Inszenierung eines „Agent-Provocateur“ aussehen lassen würde. Sollen wir alle Angst haben vor dem bösen Moslem, der sich gut integriert hat, in der Mitte unserer Gesellschaft lebt, damit wir die Politiker aus der christlichen Mitte ermächtigen alles zu überwachen uns zu „beschützen“, wie einst die Stasi die DDR-Bürger „geschützt“ hat? Weiterlesen

Die Leute kaufen, die Leute kaufen…

Hahaha, wer soll Euch das hier eigentlich noch abkaufen? Wie passt das hiermit oder damit zusammen? Fällt jemanden der Widerspruch auf?
Die multimediale Verdummungsmaschinerie läuft wieder auf Hochtouren, hoffentlich bekommt die bald einen Kolbenfresser! Gerade vom „deutschen Staatsfernsehen“ hätte ich doch etwas mehr Objektivität erwartet, stattdessen wird auch dort die Wirtschaftskrise und ihre Folgen schöngeredet. Wahrscheinlich erfährt man von offizieller Seite erst nach den Bundestagswahlen mehr…

Das Wetter wird Ihnen präsentiert von den Finanzexperten der Commerzbank

Eben gesehen beim Ersten, im Anschluß an die Tagesthemen:
„Das Wetter wird Ihnen präsentiert von den Finanzexperten der Commerzbank.“
Als ob diese Ansage noch nicht Realsatire genug ist, wird dem Ganzen mit der darauf folgenden Tonstörung noch die Krone aufgesetzt. Ein komplett tonloser Wetterbericht, dass passt zu den „Finanzexperten“, die sind genauso sang- und klanglos abgeschmiert :mrgreen:

War ja klar: Blut für Öl! – USA forcieren irakisches Ölgesetz

Gut kann ich mich noch an die Schlagwörter der Irakkriegs-Befürworter erinnern: „Befreiung des irakischen Volks von Saddam Hussein“, „Friedensmission“, „Kampf gegen den Terror“, „humanitäre Intervention“ [1] bla bla bla,… yadda yadda,…
So lauteten die „Argumente“ als Hauptbegründung für einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg. Und jetzt das hier:

„Zum ersten Mal seit 30 Jahren sitzen US-Ölkonzerne wieder da, wo sie immer hinwollten: Am Verhandlungstisch mit der irakischen Regierung. Es geht um nichts weniger als die weitgehende Kontrolle über Iraks riesige Ölvorkommen. Den Weg für Exxon & Co. hat die Bush-Administration schon bereitet. Die Gesetzesentwürfe für ein irakisches Ölgesetz tragen maßgeblich die Handschrift der US-Regierung: Keine Mindestbeteiligung der Iraker an den Erträgen bei weitgehender Kontrolle der Konzerne über die Ölfelder. Kurz vor dem Ende seiner Amtszeit lässt George W. Bush nichts unversucht: Selbst die Vertragsentwürfe über riesige irakische Ölfelder im Süden haben Regierungsberater aus Washington geschrieben.“ (Hervorhebung von mir)
(Quelle: Monitor webtv)

Soviel zu den „humanitären“ Absichten, der US-Regierung und ihren Verbündeten. Vielleicht wäre Raubzug die trefflichere Bezeichnung? Palin, die Vice-Kandidatin von US-Präsidentschaftsanwärter McCain, gab dem Irakkrieg sogar „göttliche“ Dimensionen, da wären dann wir wieder beim „Kreuzzug“. Es ist schon ein Kreuz mit den heuchlerischen Begrifflichkeiten. Am Ende bleibt mir nur anzumerken:
Lügen haben eben doch kurze Beine, die Wahrheit dagegen einen langen Atem,…

[1] Humanitäre Intervention, welch ein Wortkonstrukt! Wenn ich sowas im Zusammenhang mit Kriegen höre oder lese, legt das Essen im Magen den Rückwärtsgang ein! Leute, die sich solche Wortmonster ausdenken, trinken wahrscheinlich auch nach dem onanieren kaltes Wasser! Krieg ist vor allem Eines: Eine humanitäre Katastrophe!